Wasser, Mineralwasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee liefern praktisch keine Energie — alles andere liefert sie, meist mehr als erwartet. Entscheidend ist dabei nicht der Wert je 100 Milliliter, sondern was im Glas landet: Ein halber Liter gesüßter Eistee bringt rund 155 Kilokalorien, ein Glas Apfelsaft rund 100, ein halber Liter Lagerbier rund 212 und ein Schnapsglas mit 4 Zentilitern rund 89. Die Tabelle unten rechnet jede Kategorie in beiden Bezugsgrößen durch.
Die Werte stammen aus einer amtlichen Nährwertdatenbank, sind auf das Volumen umgerechnet und je Zeile über eine Datenbank-ID nachprüfbar. Dazu kommen die Etikettenregeln, die für Getränke strenger sind als für Festes.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Rangfolge kippt zwischen beiden Bezugsgrößen: Eine Spirituose steht je 100 Milliliter mit 222 Kilokalorien an der Spitze, im 4-Zentiliter-Glas liegt sie bei 89 — weniger als ein halber Liter Bier mit 212.
- Schorle ist nicht Schorle: nach dem DGE-Verhältnis 1:3 sind es 37 Kilokalorien je 300 Milliliter, handelsübliche Schorle liegt bei 86.
- Für Getränke gelten eigene Etikettenschwellen: „energiearm" bis 20 Kilokalorien je 100 Milliliter, „zuckerarm" bis 2,5 Gramm Zucker. Bei festen Lebensmitteln liegen die Grenzen doppelt so hoch.
- Gleiche Energie, verschiedene Gegenleistung: Vollmilch (200 ml, 134 Kilokalorien) und Cola (330 ml, 137) liegen gleichauf — die Milch liefert 6,6 Gramm Eiweiß und 227 Milligramm Calcium dazu, die Cola 0 und 10.
- Kein Getränk darf in der EU mit einer Wirkung auf das Körpergewicht beworben werden. Auch Wasser nicht.
Inhalt
Die Vergleichstabelle: je 100 ml und je Glas
Die Spalte je 100 Milliliter sagt, wie energiedicht ein Getränk ist; die Spalte je Portion, was ein Glas, eine Dose oder eine Flasche liefert. Für die Entscheidung im Alltag zählt die zweite, denn niemand trinkt in 100-Milliliter-Einheiten.
| Getränk | ID | kcal/100 ml | Portion | kcal/Portion | Zucker g/Portion |
|---|---|---|---|---|---|
| Trinkwasser | 47 | 0 | 250 ml | 0 | 0 |
| Mineralwasser | 28 Marken | 0 | 250 ml | 0 | 0 |
| Tee, ungesüßt | 803 | 0 | 250 ml | 0 | 0 |
| Kaffee, schwarz | 994 | 2 | 200 ml | 4 | 0 |
| Milchkaffee, ungezuckert | 1187 | 20 | 200 ml | 40 | 2,6 |
| Cappuccino, ungezuckert | 1121 | 38 | 150 ml | 57 | 3,8 |
| Latte macchiato, ungezuckert | 1184 | 48 | 300 ml | 143 | 9,5 |
| Milch 1,5 % Fett | 13399 | 47 | 200 ml | 95 | 9,9 |
| Vollmilch 3,5 % Fett | 14126 | 67 | 200 ml | 134 | 10,3 |
| Sojadrink, ungesüßt | 72 | 41 | 200 ml | 82 | 2,9 |
| Haferdrink, ungesüßt | 14114 | 49 | 200 ml | 99 | 7,6 |
| Reisdrink, ungesüßt | 13450 | 57 | 200 ml | 113 | 5,9 |
| Kokosdrink, ungesüßt | 14124 | 23 | 200 ml | 45 | 3,9 |
| Apfelsaft | 568 | 50 | 200 ml | 100 | 22,7 |
| Orangensaft | 576 | 44 | 200 ml | 87 | 20,0 |
| Traubensaft | 573 | 71 | 200 ml | 142 | 33,9 |
| Tomatensaft | 564 | 16 | 200 ml | 33 | 4,3 |
| Fruchtnektar, Orange | 572 | 44 | 200 ml | 87 | 21,0 |
| Saftschorle handelsüblich, 60 % Saft | 1131 | 29 | 300 ml | 86 | 19,6 |
| Saftschorle 1:3 nach DGE | berechnet | 12 | 300 ml | 37 | 8,3 |
| Limonade, gezuckert | 595 | 38 | 330 ml | 127 | 31,2 |
| Colagetränk, gezuckert | 498 | 42 | 330 ml | 137 | 34,3 |
| Colagetränk mit Süßstoffen | 499 | 0 | 330 ml | 0 | 0 |
| Eistee, gezuckert | 804 | 31 | 500 ml | 155 | 38,6 |
| Energydrink, gezuckert | 13465 | 44 | 250 ml | 110 | 27,0 |
| Energydrink mit Süßstoffen | 13436 | 1 | 250 ml | 2 | 0 |
| Sirup, 1:5,5 zubereitet | 1132 | 58 | 250 ml | 144 | 35,4 |
| Kakaogetränk mit Milch | 14220 | 81 | 200 ml | 162 | 19,2 |
| Kokoswasser | 13907 | 19 | 250 ml | 48 | 8,0 |
| Bier, Lager, ca. 5 % vol | 816 | 42 | 500 ml | 212 | 11,1 |
| Bier, alkoholfrei | 13420 | 23 | 500 ml | 116 | 13,1 |
| Radler | 1183 | 39 | 500 ml | 196 | 35,0 |
| Wein rot, 12 % vol | 509 | 69 | 150 ml | 104 | 0,4 |
| Wein weiß, 12,5 % vol | 511 | 71 | 150 ml | 107 | 0,1 |
| Schaumwein | 551 | 71 | 100 ml | 71 | 1,5 |
| Spirituose 40 % vol | 646 | 222 | 40 ml | 89 | 0 |
Woher die Zahlen kommen. Datenbasis ist die Schweizer Nährwertdatenbank des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen, Version Juli 2026: eine amtliche deutschsprachige Datenbank, die jeden Eintrag unter einer dauerhaften ID führt und als einzige frei zugängliche deutschsprachige Quelle eine Dichtespalte für Getränke hat. Ihre Werte gelten je 100 Gramm und sind hier mit der Dichte auf 100 Milliliter umgerechnet. Das erklärt Abweichungen von anderen Kalorientabellen: Traubensaft hat eine Dichte von 1,06, Bier 1,01, Wein 0,99, eine Spirituose 0,95 — und Cappuccino und Latte macchiato 0,88, weil Milchschaum zum guten Teil Luft ist. Ohne diese Korrektur stecken bis zu 12 Prozent Fehler in der Tabelle.
Die Portionsgrößen sind Alltagsgrößen und keine Empfehlung, die Werte Kategoriedurchschnitte und keine Produktwerte: Beim Eistee streuen reale Produkte zwischen 6,0 und 8,8 Gramm Zucker je 100 Milliliter, bei Colagetränken zwischen 9,2 und 11 Gramm. Geprüft ist die Methode gegen zwei amtliche Quellen: Die DGE nennt für 500 Milliliter Bier mit 5 Volumenprozent rund 20 Gramm Alkohol und für 150 Milliliter Wein mit 12 Volumenprozent rund 14 Gramm — dichtekorrigiert ergeben sich hier 20,2 und 14,4 Gramm. Und die Zuckerwerte für Cola, Limonade und Eistee liegen in der Spanne von 4,3 bis 11 Gramm, die die Verbraucherzentrale 2026 an 23 Getränken gemessen hat.
Warum die Rangfolge kippt
Weil die Gefäßgröße entscheidet und nicht die Kaloriendichte. Sortiert nach Kilokalorien je 100 Milliliter steht etwas anderes oben als sortiert nach Portion, und das betrifft die meistgetrunkenen Kategorien.
| Platz | nach kcal je 100 ml | nach kcal je üblichem Glas |
|---|---|---|
| 1 | Spirituose 40 % — 222 | Bier 0,5 l — 212 |
| 2 | Kakao mit Milch — 81 | Radler 0,5 l — 196 |
| 3 | Traubensaft — 71 | Kakao mit Milch 200 ml — 162 |
| 4 | Wein weiß 12,5 % — 71 | Eistee 0,5 l — 155 |
| 5 | Schaumwein — 71 | Sirup 250 ml — 144 |
Die Spirituose fällt in dieser Tabelle von Platz 1 auf Platz 19, weil 4 Zentiliter im Glas landen und nicht 200 Milliliter. Der gesüßte Eistee steigt von Platz 23 auf Platz 4, weil die Flasche einen halben Liter hat, das Lagerbier von Platz 18 auf Platz 1. Wer nach Kaloriendichte entscheidet, verschätzt sich also bei allem, was in großen Gefäßen verkauft wird.
„Ist ein solches Getränk einmal geöffnet wird es in der Regel auch vollständig ausgetrunken. Daher ist nicht nur der Zuckergehalt pro 100 Milliliter wichtig, sondern auch die Größe des Getränks."
Verbraucherzentrale, Marktcheck 2026Die Verbraucherzentrale hat ihren Marktcheck deshalb auf nicht wiederverschließbare Verpackungen beschränkt. Die Portionsspalte ist damit keine redaktionelle Zutat, sondern die Bezugsgröße, um die es geht. Wie man die Kalorien eines alkoholischen Getränks ausrechnet, haben wir am Kaloriencheck für Weihnachtsmarkt-Getränke vorgeführt.

Flüssige gegen feste Energie
Flüssige Energie wird schlechter ausgeglichen als feste. Der Effekt ist real und mehrfach gemessen, die Studien sind klein, und mindestens eine hat ihn nicht gefunden.
In einer Untersuchung an 120 Erwachsenen mit energie- und nährstoffgleichen Paaren — Wassermelone gegen Wassermelonensaft, Käse gegen Milch, Kokosfleisch gegen Kokosmilch — lag die Tagesenergiezufuhr an den Getränketagen um 12,4 bis 19 Prozent höher; der Effekt hing an der Form, nicht am Nährstoff. Gemessen wurde der Mechanismus in einer randomisierten Cross-over-Studie mit 52 Erwachsenen: schnellere Magenentleerung, geringere Insulin- und GLP-1-Ausschüttung, schwächere Unterdrückung des Hungerhormons Ghrelin — und eine Energieaufnahme von 2.311 gegenüber 1.897 Kilokalorien an den Tagen mit flüssiger Magenlast.
Der Gegenbefund gehört dazu: In einer kontrollierten Studie mit 32 Personen unterdrückten 300 Kilokalorien als Cola den Hunger genauso stark wie 300 Kilokalorien als fettfreie Kekse, und die Energieaufnahme beim Testessen hing nicht von der Form ab, sondern vom Zeitpunkt. Eine zweite Arbeit derselben Gruppe zeigt den Unterschied, der sonst untergeht: 590 Milliliter Orangensaft, Milch oder Cola zum Frühstück senkten Hunger und Essverlangen gegenüber Mineralwasser deutlich, aber die Energieaufnahme beim Mittagessen zwei Stunden später war in allen vier Bedingungen gleich. Ein kalorienhaltiges Getränk kann sich also sättigend anfühlen und trotzdem nicht ausgeglichen werden. Die Kompensationsstudien im Detail stehen bei den angeblichen Stoffwechsel-Killern.
Süßgetränke ersetzen: die Zahlen
Der Austausch wirkt, er wirkt klein, und er wirkt nur, solange er gemacht wird. Vier Arbeiten stützen diesen Satz, und die Einschränkungen gehören jeweils dazu.
Eine Meta-Analyse über sechs randomisierte Substitutionsstudien mit 1.729 Teilnehmenden und mindestens sechs Monaten Nachbeobachtung: Wer zuckergesüßte Getränke durch kalorienfreie ersetzt, hat langfristig einen um 0,31 kg/m² niedrigeren BMI (Konfidenzintervall 0,17 bis 0,44), also rund 0,5 bis 1 Kilogramm. In der einen Studie mit Nachbeobachtung kehrte der BMI nach Ende der Intervention zum Ausgangswert zurück.
Eine Auswertung über 88 Studien vergleicht die Alternativen: Süßstoffgetränke gegen Zucker −1,06 kg, Süßstoffgetränke gegen Wasser oder nichts kein Unterschied (+0,10 kg). Der Nutzen skaliert mit der verdrängten Zuckermenge, nicht mit der Dauer. Eine Meta-Analyse von acht randomisierten Studien bei Übergewicht fand für „mehr Wasser trinken" als Einzelmaßnahme keinen signifikanten Effekt (−0,33 kg), für Wasser statt zuckergesüßter Getränke −0,81 kg und für Wasser statt künstlich gesüßter Getränke +1,82 kg — der letzte Wert geht auf Menschen zurück, die Süßstoffgetränke gewohnt waren und sie aufgeben mussten.
Eine Netzwerk-Meta-Analyse über 78 randomisierte Studien mit 4.168 Teilnehmenden stellt die Getränke direkt gegeneinander: kalorienfrei oder kalorienarm gesüßte Getränke schnitten besser ab als Wasser (−0,79 kg), Milch (−0,80 kg), Fruchtsaft (−0,83 kg) und zuckergesüßte Getränke (−1,08 kg). In Studien mit niedrigem Verzerrungsrisiko und bei Kalorienrestriktion verschwand der Effekt, und das Vertrauen in die Evidenz war für die meisten Vergleiche niedrig — eine Empfehlung für Light-Getränke lässt sich daraus nicht ableiten.
Am saubersten ist ein verblindeter Austausch bei 641 überwiegend normalgewichtigen Kindern: 18 Monate täglich 250 Milliliter eines zuckerfreien statt eines zuckerhaltigen Getränks ergaben 6,35 statt 7,37 Kilogramm Gewichtszunahme. Und zusätzliches Wassertrinken senkte das Gewicht dort, wo Menschen ohnehin eine Abnehmphase durchliefen, nicht aber als Einzelmaßnahme ohne Abnehmabsicht. Der Getränkeaustausch ist ein realer Hebel, der am zuverlässigsten innerhalb eines Rahmens trägt. Die Evidenz zu Süßstoffen steht dort, wo es darum geht, was „light" rechtlich bedeutet, die Studienlage zu zuckergesüßten Getränken beim Zucker.
Wenn der Rahmen das Argument ist. Weil der Getränkeaustausch nur wirkt, solange er läuft, entscheidet die Struktur darüber, was bleibt. Die Stoffwechselkur von VitalBodyPLUS ist ein kalorienreduziertes, eiweißbetontes Programm mit individuell berechnetem Bedarf statt Pauschalwerten, festem Ablauf und einer echten Stabilisierungsphase, die von Anfang an Teil des Plans ist. Die Ernährungsberatung ist enthalten, und Ernährungsberaterin Magdalena Mathiessen und ihr Team begleiten die Kurgruppen täglich persönlich per WhatsApp.
Wasser, Tee und Kaffee
Wasser, Mineralwasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee sind die einzigen Getränke der Tabelle mit praktisch keiner Energie: 0 bis 2 Kilokalorien je 100 Milliliter. Alle 28 Mineralwasser-Einträge der Datenbank führen null.
Die DGE empfiehlt „rund 1,5 Liter jeden Tag, am besten Wasser oder andere kalorienfreie Getränke wie ungesüßten Tee" und nennt als ideale Durstlöscher „Wasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees, Saftschorlen mit 3 Teilen Wasser und 1 Teil Saft". Kaffee zählt mit: Koffeinhaltige Getränke sind nach der DGE ohne Milch und Zucker kalorienfreie Getränke, „die zur Flüssigkeitsbilanz hinzugezählt werden können".
Mit Milch ist Kaffee kein kalorienfreies Getränk mehr: Milchkaffee 20, Cappuccino 38, Latte macchiato 48 Kilokalorien je 100 Milliliter — im 300-Milliliter-Glas 143, mehr als ein Glas Apfelsaft. Aufgeteilt nach Milchmenge und Fettstufe steht das dort, wo die Milch im Kaffee die eigentliche Rechnung ist; was Trinken bewirkt, bei Wasser und Stoffwechsel, und was die Sorten bringen beim Tee.
Wie ungesüßte Getränke trinkbar bleiben
Das praktische Problem ist nicht die Rechnung, sondern der Geschmack über Wochen. Die DGE nennt dafür selbst einen Weg: „Mit aufgeschnittenen Früchten oder Kräutern wie Minze können Sie Wasser aromatisieren." Zitronenscheiben, Minze oder Beeren in der Karaffe kosten praktisch keine Energie — anders als ein Sirup mit 144 Kilokalorien je 250-Milliliter-Glas.
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DailyFlavor ansehenSaft, Nektar und Schorle
Die Begriffe sind rechtlich definiert und unterscheiden sich im Fruchtanteil. Fruchtsaft enthält 100 Prozent Frucht, und Zucker darf nicht zugesetzt werden — „ohne Zuckerzusatz" auf einer Saftflasche ist deshalb kein Qualitätsmerkmal, sondern die gesetzliche Mindestanforderung. Fruchtnektar hat je Fruchtart 25 bis 50 Prozent Frucht (Apfel 50, Johannisbeere 25) und darf bis zu 20 Prozent Zucker enthalten; das erklärt, warum Orangennektar und Orangensaft in der Tabelle mit je 44 Kilokalorien gleich liegen. Fruchtsaftgetränk hat 6 bis 30 Prozent Frucht, bei Zitrusfrüchten nur 6 — Grundlage sind hier die Leitsätze für Erfrischungsgetränke und keine Verordnung.
Für Fruchtsaftschorle nennen dieselben Leitsätze 25 bis 50 Prozent, und die sind nicht rechtsverbindlich. Deshalb ist „Schorle" ohne Verhältnisangabe eine leere Kategorie: Nach dem DGE-Verhältnis von 1 Teil Saft zu 3 Teilen Wasser liefert ein 300-Milliliter-Glas 37 Kilokalorien und 8,3 Gramm Zucker, handelsübliche Schorle mit rund 60 Prozent Saft im gleichen Glas 86 Kilokalorien und 19,6 Gramm — Faktor 2,3 für dasselbe Wort auf dem Etikett, und der Grund, Schorle selbst zu mischen.
Gekaufte Fruchtsmoothies liegen mit 46 bis 71 Kilokalorien und 9,3 bis 12,1 Gramm Zucker je 100 Milliliter im Bereich von Saft. Warum ein Smoothie trotzdem etwas anderes ist, steht dort, wo es darum geht, ob Smoothies gesünder sind als Saft. Dass Fruchtzucker vor allem als zusätzliche Energie zählt, steht beim Senken erhöhter Triglyceride.

Milch und Pflanzendrinks
Ein Glas Vollmilch (200 ml, 134 Kilokalorien) und eine Dose Cola (330 ml, 137 Kilokalorien) liefern dieselbe Energie. Die Milch liefert dazu 6,6 Gramm Eiweiß und 227 Milligramm Calcium, die Cola 0 und 10. Deshalb gehört Milch nicht in dieselbe Zeile wie eine Limonade, obwohl sie in Kalorientabellen oft dort landet.
| Getränk, 200 ml | kcal | Eiweiß g | Calcium mg |
|---|---|---|---|
| Milch 1,5 % Fett | 95 | 6,6 | 247 |
| Sojadrink, ungesüßt | 82 | 7,4 | 25 |
| Sojadrink, mit Calcium angereichert | 82 | 7,4 | 247 |
| Haferdrink, ungesüßt | 99 | 1,1 | 2 |
| Haferdrink, angereichert | 101 | 1,1 | 231 |
| Reisdrink, ungesüßt | 113 | 0,4 | 10 |
| Apfelsaft | 100 | 0,4 | 9 |
Reisdrink und Apfelsaft liegen energetisch über Milch mit 1,5 Prozent Fett und liefern praktisch kein Eiweiß. Sojadrink kommt dem Eiweißgehalt von Milch am nächsten, hat aber nur angereichert vergleichbar viel Calcium. Die vollständige Einordnung steht bei Milch und Pflanzendrinks im Vergleich.
Limonade, Eistee, Energydrinks
Diese Gruppe liefert die höchsten Zuckermengen je Portion der ganzen Tabelle: Eistee 38,6 Gramm je halbem Liter, Sirup 35,4 Gramm je 250-Milliliter-Glas, Cola 34,3 Gramm je Dose, Limonade 31,2 Gramm, Energydrink 27,0 Gramm je 250-Milliliter-Dose. Die DGE beziffert den Zuckergehalt zuckergesüßter Getränke mit „etwa 80 – 100 g pro Liter" und hält fest, dass sie „das Risiko für Übergewicht und Typ-2-Diabetes" erhöhen.
Für Energydrinks gelten seit Juni 2013 rechtsverbindliche Höchstmengen von 320 Milligramm Koffein und 4.000 Milligramm Taurin je Liter. Ab 150 Milligramm Koffein je Liter muss der Hinweis „Erhöhter Koffeingehalt. Für Kinder und schwangere oder stillende Frauen nicht empfohlen" auf der Dose stehen. Das BfR nennt für Energydrinks „im Durchschnitt pro Liter circa 100 Gramm Zucker", also rund 25 Gramm und etwa 100 Kilokalorien je 250-Milliliter-Dose, und als Sicherheitsrahmen für gesunde Erwachsene bis 200 Milligramm Koffein als Einzeldosis und bis 400 Milligramm über den Tag, für Schwangere und Stillende 200 Milligramm täglich.
Light- und Zero-Varianten liegen bei 0 bis 1 Kilokalorie je 100 Milliliter. Rechtlich dürfen sie damit werben, dass der Blutzucker weniger stark ansteigt als bei zuckerhaltigen Getränken und dass sie die Zahnmineralisierung erhalten; eine Wirkung auf das Gewicht dürfen sie nicht behaupten. Die DGE ergänzt eine Hypothese, die als solche kenntlich bleiben muss: Lightgetränke „können aber die Gewöhnung an den ‚süßen Geschmack' fördern". Welche Süßstoffe zugelassen sind, steht gesondert.
Alkohol
Reiner Alkohol liefert 7 Kilokalorien je Gramm. Das ist kein Schätzwert, sondern der Umrechnungsfaktor aus Anhang XIV der EU-Lebensmittelinformationsverordnung; dort stehen Kohlenhydrate und Eiweiß mit 4, Fett mit 9 und Ballaststoffe mit 2 Kilokalorien je Gramm. In Zahlen der Tabelle: ein halber Liter Lagerbier 212 Kilokalorien, davon rund 141 aus dem Alkohol; ein Radler im gleichen Glas 196 Kilokalorien bei 35 Gramm Zucker; ein Glas Rotwein mit 150 Millilitern 104, Weißwein 107, Schaumwein mit 100 Millilitern 71 und eine Spirituose im 4-Zentiliter-Glas 89 Kilokalorien.
Dass diese Kalorien mitzählen, ist kalorimetrisch geprüft. In einer Ganzkörper-Kalorimetrie an gesunden Männern entsprach der thermische Effekt von Alkohol dem von Kohlenhydraten, und einen Hinweis auf eine sinnlose Verstoffwechslung fand die Arbeit ausdrücklich nicht. Alkohol wirkt fettsparend wie Kohlenhydrate und führt dann zu Fettzunahme, wenn er über den Energiebedarf hinaus getrunken wird. Die Annahme, Alkoholkalorien zählten nicht, ist damit widerlegt.
Akut bremst Alkohol die Fettoxidation: In einer Untersuchung an acht gesunden Männern mit 96 Gramm Ethanol pro Tag — rund ein Viertel des Energiebedarfs — sank die 24-Stunden-Fettoxidation um 36 Prozent bei Zugabe und um 31 Prozent bei isokalorischem Austausch. Die Dosis war hoch, und der Effekt trat nur tagsüber auf; „Alkohol stoppt die Fettverbrennung" ist deshalb eine unzulässige Verkürzung. Energie aus Alkohol ist additiv und erhöht die Nahrungsaufnahme eher, als sie zu senken.
Getrennt davon steht die gesundheitliche Bewertung, und die ist keine Aussage über Gewicht. Die DGE: „Erwachsene Menschen sollen keinen oder möglichst wenig Alkohol trinken." Was Alkohol im Magen und Darm macht, steht bei Verdauung und Alkohol.
Alkoholfreies Bier
Alkoholfreies Bier liefert rund 116 Kilokalorien je halbem Liter, etwa die Hälfte eines Lagers, enthält aber mehr Zucker: 13,1 gegenüber 11,1 Gramm. „Alkoholfrei" heißt dabei nicht null. Die Verbraucherzentrale hält fest: „In Deutschland werden als ‚alkoholfrei' ausgelobte Biere nicht beanstandet, wenn ein Restalkoholgehalt von bis zu 0,5 Volumenprozent vorhanden ist." Der Begriff ist für Bier nicht gesetzlich definiert. Steht dagegen „0,0 %" auf dem Etikett, muss diese Angabe stimmen.

Was auf dem Etikett steht
Brennwert und Nährstoffmengen sind nach Artikel 32 der EU-Lebensmittelinformationsverordnung je 100 Milliliter anzugeben, nie nur je Flasche. Wird zusätzlich ein Prozentsatz der Referenzmenge genannt, muss dabei der Satz „Referenzmenge für einen durchschnittlichen Erwachsenen (8 400 kJ/2 000 kcal)" stehen. Die Referenzmenge für Zucker beträgt dort 90 Gramm am Tag: Eine 0,5-Liter-Flasche Eistee mit 38,6 Gramm deckt davon 43 Prozent, eine Dose Cola mit 34,3 Gramm 38 Prozent.
Wichtig bei dieser Zahl. Die 90 Gramm sind eine Kennzeichnungs-Referenzmenge für die Prozentangabe auf der Packung — keine Empfehlung und kein Zielwert. Die Empfehlung der WHO zu freien Zuckern ist eine andere Zahl und steht im Artikel über Zucker.
Die Werbebegriffe auf der Flasche sind an Grenzwerte gebunden, und für Getränke sind diese strenger als für feste Lebensmittel:
| Angabe | Getränke, je 100 ml | feste Lebensmittel, je 100 g |
|---|---|---|
| energiearm | höchstens 20 kcal | höchstens 40 kcal |
| zuckerarm | höchstens 2,5 g Zucker | höchstens 5 g Zucker |
| zuckerfrei | höchstens 0,5 g Zucker | höchstens 0,5 g Zucker |
Auf die Tabelle oben angewendet: „Energiearm" dürfen Wasser, Mineralwasser, ungesüßter Tee, schwarzer Kaffee, Tomatensaft (16), Kokoswasser (19), eine nach DGE gemischte Schorle (12) und die Süßstoffvarianten heißen. Jeder Fruchtsaft, jede Limonade, jeder Eistee, jedes Bier und jeder Milch- und Pflanzendrink liegen darüber. „Zuckerarm" dürfen unter anderem Tomatensaft (2,1 Gramm), Lagerbier (2,2), Kokosdrink (2,0) und Wein heißen; die DGE-Schorle verfehlt diese Schwelle mit 2,8 Gramm knapp.
Nach Artikel 16 Absatz 4 derselben Verordnung sind Zutatenverzeichnis und Nährwertdeklaration für Getränke mit mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol nicht verpflichtend — deshalb stehen auf einer Bierflasche und auf einer Schnapsflasche keine Kalorien. Seit dem 8. Dezember 2023 gilt eine Ausnahme für Wein: Dort müssen Brennwert und Allergenangaben auf dem Etikett stehen, die vollständige Nährwerttabelle darf elektronisch bereitgestellt werden. Bier und Spirituosen bleiben ausgenommen.
Was kein Getränk sagen darf
Kein Getränk darf in der EU mit einer Wirkung auf das Körpergewicht beworben werden. Die Unionsliste der zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben enthält keinen Eintrag zu Koffein, Tee, Teecatechinen, Kaffee, Ingwer, Zitrone, Fruchtsaft, Limonade, Bier oder Wein — und keinen Wortlaut, in dem Sättigung, Völlegefühl, Appetit, Thermogenese, Energieverbrauch, Fettverbrennung oder Entgiftung vorkommt.
Gewichtsbezogene Wortlaute gibt es genau drei, und keiner gilt für ein Getränk als Getränk: zwei für Mahlzeitersatz-Erzeugnisse — darunter „Das Ersetzen von einer der täglichen Hauptmahlzeiten im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung durch einen solchen Mahlzeitersatz trägt dazu bei, das Gewicht nach Gewichtsabnahme zu halten" — und einen für den Ballaststoff Glucomannan, in dessen Bedingung ein bis zwei Gläser Wasser vor den Mahlzeiten als Einnahmehinweis stehen; dort wirkt der Ballaststoff, nicht das Wasser. Für Wasser selbst sind zwei Angaben zugelassen, und beide betreffen körperliche und kognitive Funktionen beziehungsweise die Regulierung der Körpertemperatur. Getränke über 1,2 Volumenprozent Alkohol dürfen nach Artikel 4 Absatz 3 der Health-Claims-Verordnung gar keine gesundheitsbezogene Angabe tragen — „Bier ist isotonisch" ist als Werbeaussage damit erledigt. Wichtig dabei: Eine fehlende Zulassung ist keine belegte Unwirksamkeit, sondern heißt, dass kein Antrag durchgekommen ist oder keiner gestellt wurde.
Zu Zitronenwasser und Gewicht ist zudem keine einschlägige Studie auffindbar — nicht belegt heißt hier nicht widerlegt, sondern unerforscht. Nachlesen lässt sich das bei Ingwertee, in der Morgenroutine und bei Entgiftungskuren. Eine Sonderrolle haben nur Sportgetränke: Für Kohlenhydrat-Elektrolyt-Lösungen mit 80 bis 350 Kilokalorien je Liter aus Kohlenhydraten ist zugelassen, dass sie „zur Aufrechterhaltung der Ausdauerleistung bei längerem Ausdauertraining" beitragen und „die Aufnahme von Wasser während der körperlichen Betätigung" verbessern — nicht das Gewicht. Was Elektrolyte leisten, steht gesondert.
Häufige Fragen
Welche Getränke sind beim Abnehmen am besten?
Wasser, Mineralwasser, ungesüßter Tee und schwarzer Kaffee liefern praktisch keine Energie. Die DGE nennt als ideale Durstlöscher Wasser, ungezuckerte Kräuter- und Früchtetees und Saftschorlen mit 3 Teilen Wasser und 1 Teil Saft. Entscheidend ist weniger, welches kalorienfreie Getränk du wählst, als dass es ein kalorienhaltiges ersetzt.
Wie viele Kalorien hat ein Glas Saft?
200 Milliliter Apfelsaft liefern rund 100 Kilokalorien und 22,7 Gramm Zucker, Orangensaft rund 87 Kilokalorien und 20 Gramm, Traubensaft rund 142 Kilokalorien und 33,9 Gramm. Fruchtsaft enthält gesetzlich 100 Prozent Frucht und darf keinen zugesetzten Zucker enthalten. Der Zucker darin zählt trotzdem als freier Zucker.
Ist Cola Zero beim Abnehmen okay?
Gegenüber gezuckerter Cola spart ein Süßstoffgetränk die gesamte Energie, rund 137 Kilokalorien je 330-Milliliter-Dose. Gegenüber Wasser zeigen randomisierte Studien im Mittel keinen Unterschied. Rechtlich darf kein Light-Getränk mit einer Wirkung auf das Gewicht beworben werden.
Wie viele Kalorien hat ein Bier?
Ein halber Liter Lagerbier mit rund 5 Volumenprozent liefert etwa 212 Kilokalorien, davon rund 141 aus dem Alkohol. Alkoholfreies Bier liegt bei rund 116 Kilokalorien je halbem Liter, enthält aber etwas mehr Zucker. Reiner Alkohol liefert 7 Kilokalorien je Gramm, ein Rechtswert aus dem EU-Lebensmittelrecht.
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Quellen
- Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen. Schweizer Nährwertdatenbank, Juli 2026. USDA FoodData Central, SR Legacy.
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Am besten Wasser trinken; FAQ Alkohol; Positionspapier Alkohol 2024.
- Bundesinstitut für Risikobewertung. FAQ Koffein und koffeinhaltige Lebensmittel einschließlich Energy Drinks, Januar 2026.
- Verbraucherzentrale NRW. Zu viel Zucker in Erfrischungsgetränken, Juli 2026. Lebensmittelklarheit: fruchthaltige Getränke; alkoholfreies Bier.
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011, Artikel 16 und 32, Anhänge XIII und XIV. Verordnung (EG) Nr. 1924/2006, Artikel 4 und Anhang. Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Verordnung (EU) 2021/2117.
- Mourao DM et al. Food form, appetite and energy intake. Int J Obes 2007;31:1688–95. PMID 17579632.
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Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und ersetzt keine individuelle ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung. Die Nährwerte sind Kategoriedurchschnitte und beschreiben keine einzelnen Produkte; die Portionsgrößen sind Alltagsgrößen und keine Empfehlung. Bei Erkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Medikamenteneinnahme kläre Fragen zu Koffein und Alkohol bitte ärztlich ab.





