Knochen, Gelenke und Muskeln: die Nährstoffe, auf die es ankommt

Für Knochen, Gelenke und Muskeln gibt es eine klar geprüfte Nährstoffgruppe: Calcium und Vitamin D für die Knochen, Vitamin K und Magnesium ebenfalls für die Knochen, Vitamin C für die Kollagenbildung in Knochen und Knorpel, Mangan und Kupfer für das Bindegewebe, und Eiweiß für Muskelmasse und Knochen. Dazu kommt Bewegung – der Faktor, den kein Nährstoff ersetzt, weil Knochen und Muskeln auf Belastung reagieren, nicht auf Zufuhr allein.

Knochen sind kein starres Gerüst, sondern lebendes Gewebe, das ständig ab- und wieder aufgebaut wird. Muskeln genauso. Beide reagieren auf zwei Dinge: auf das, was zugeführt wird, und auf das, was von ihnen verlangt wird. Wer nur an einer der beiden Schrauben dreht, kommt nicht weit.

Lebensmittel für Knochen und Muskeln in Schalen: Milch, Hartkäse, Joghurt, Sardinen, Brokkoli, Grünkohl, Mandeln und Tofu

Das Wichtigste in Kürze

  • Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt und trägt zur normalen Muskelfunktion bei.
  • Vitamin D trägt zur Erhaltung normaler Knochen und zu einer normalen Muskelfunktion bei – und zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium.
  • Vitamin K, Magnesium und Zink tragen ebenfalls zur Erhaltung normaler Knochen bei.
  • Vitamin C trägt zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Knochen und Knorpel bei.
  • Mangan und Kupfer tragen zur normalen Bindegewebsbildung beziehungsweise zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei.
  • Eiweiß trägt zur Zunahme und Erhaltung von Muskelmasse und zur Erhaltung normaler Knochen bei.
  • Zu MSM gibt es keine zugelassene Angabe, aber Studien am Menschen – die stehen weiter unten und ausführlich unter MSM.
  • Beim Abnehmen geht ohne ausreichend Eiweiß und Belastung auch Muskelmasse verloren. Das ist der Punkt, der am häufigsten übersehen wird.

Knochen sind lebendes Gewebe

Das Skelett wirkt statisch, ist es aber nicht. Knochen werden fortlaufend umgebaut: Bestimmte Zellen bauen Knochensubstanz ab, andere bauen sie wieder auf. Dieser Umbau läuft das ganze Leben und ist der Grund, warum die Knochendichte veränderlich ist – in beide Richtungen.

Die höchste Knochendichte erreicht ein Mensch typischerweise bis etwa Mitte dreißig. Danach überwiegt allmählich der Abbau. Wie stark das ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab, und zwei davon lassen sich beeinflussen: die Nährstoffversorgung und die mechanische Belastung.

Bei den Muskeln ist es ähnlich, nur schneller. Muskelgewebe wird kontinuierlich auf- und abgebaut. Was am Ende überwiegt, hängt davon ab, ob genug Baumaterial da ist – also Eiweiß – und ob der Muskel gefordert wird. Fehlt eines von beidem, überwiegt der Abbau. Fehlen beide, geht es schnell.

Warum das Thema hierher gehört: Beim Abnehmen verliert der Körper nicht nur Fett. Wie viel von der abgenommenen Masse aus Muskulatur besteht, hängt maßgeblich an zwei Stellschrauben – Eiweißzufuhr und Belastung. Das ist kein Randthema einer Diät, sondern entscheidet mit darüber, wie es danach weitergeht.

Die Nährstoffe für die Knochen

Für Knochen gibt es in der EU eine ganze Reihe geprüfter und zugelassener Angaben – mehr als für die meisten anderen Themen. Das ist kein Zufall: Der Zusammenhang zwischen diesen Nährstoffen und dem Knochenstoffwechsel ist gut untersucht.

Zugelassene Angaben nach Verordnung (EU) Nr. 432/2012, bezogen auf Knochen und Muskeln.
Nährstoff Zugelassene Angabe Im DailyVit je Tagesportion
Calcium Wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt · Trägt zur normalen Funktion der Muskeln bei 201 mg (25 % NRV)
Vitamin D Trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei · zu einer normalen Muskelfunktion · zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor 7,5 µg (150 % NRV)
Vitamin K Trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei 75 µg K2 (100 % NRV)
Magnesium Trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei · zu einer normalen Muskelfunktion · zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung 101 mg (27 % NRV)
Zink Trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei 10 mg (100 % NRV)
Mangan Trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei · zu einer normalen Bindegewebsbildung 1,0 mg (50 % NRV)
Vitamin C Trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Knochen und Knorpel bei 100 mg (125 % NRV)
Kupfer Trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei 0,30 mg (30 % NRV)
Eiweiß Trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei · zu einer Zunahme an Muskelmasse · zur Erhaltung von Muskelmasse über die Ernährung

Calcium und Vitamin D gehören zusammen

Calcium ist der mengenmäßig wichtigste Mineralstoff im Knochen. Rund 99 Prozent des Calciums im Körper sind dort gebunden. Die zugelassene Angabe ist entsprechend deutlich formuliert: Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt.

Vitamin D ist der Partner, ohne den das nicht funktioniert. Es trägt laut zugelassener Angabe zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei – anders gesagt: Es sorgt dafür, dass das zugeführte Calcium überhaupt dort ankommt, wo es gebraucht wird. Beide Angaben zusammen ergeben ein Bild, das in der Praxis nur gemeinsam Sinn ergibt.

Vitamin D ist gleichzeitig der Nährstoff, bei dem die Versorgung in Deutschland am häufigsten unzureichend ist. Der Körper bildet es unter Sonneneinstrahlung selbst, und in den Monaten von Oktober bis März reicht der Einfallswinkel der Sonne in unseren Breiten dafür nicht aus. Über die Ernährung ist Vitamin D nur schwer in relevanten Mengen zu bekommen – fetter Seefisch ist praktisch die einzige nennenswerte Quelle.

Vitamin K und Magnesium

Vitamin K trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei. Es ist an der Aktivierung von Proteinen beteiligt, die Calcium im Knochen binden. Im DailyVit ist es als Vitamin K2 enthalten, einer Form, die im Vergleich zu K1 eine längere Verweildauer im Körper hat.

Magnesium hat gleich drei zugelassene Angaben, die hier relevant sind: Erhaltung normaler Knochen, normale Muskelfunktion und Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung. Rund 60 Prozent des Magnesiums im Körper sind im Knochen gebunden.

Die Nährstoffe für die Muskeln

Für die Muskulatur ist Eiweiß der zentrale Nährstoff. Die zugelassenen Angaben sind hier ungewöhnlich direkt: Eiweiß trägt zu einer Zunahme an Muskelmasse bei und trägt zur Erhaltung von Muskelmasse bei. Dazu kommen Calcium, Magnesium und Vitamin D, die jeweils zu einer normalen Muskelfunktion beitragen.

Die beiden Eiweiß-Angaben sind bemerkenswert, weil sie eine Veränderung beschreiben und nicht nur eine Erhaltung. Das ist bei zugelassenen Angaben selten – die meisten formulieren „trägt zur Erhaltung normaler ... bei". Bei Eiweiß und Muskelmasse ist die Datenlage so eindeutig, dass auch die Zunahme abgedeckt ist.

Praktisch heißt das: Wer Muskulatur erhalten oder aufbauen möchte, kommt an der Eiweißmenge nicht vorbei. Und weil der Körper Eiweiß nicht speichert wie Fett oder Kohlenhydrate, geht es nicht nur um die Tagesmenge, sondern auch um die Verteilung – mehrere Portionen über den Tag sind wirksamer als eine große am Abend. Die Details dazu stehen unter Eiweiß beim Abnehmen.

Die drei Mineralstoffe mit Muskelbezug erfüllen andere Aufgaben. Calcium ist unmittelbar an der Muskelkontraktion beteiligt, Magnesium an der Entspannung danach, und Vitamin D trägt laut zugelassener Angabe zu einer normalen Muskelfunktion bei. Alle drei sind Voraussetzung dafür, dass der Muskel funktioniert – nicht dafür, dass er wächst.

Eiweißreiche Mahlzeit auf einem Holztisch: Hähnchenbrust, Quark mit Beeren, grünes Gemüse, gekochtes Ei und ein Glas Wasser

Knorpel und Bindegewebe

Gelenke bestehen nicht aus Knochen allein. Zwischen den Knochenenden liegt Knorpel, drumherum Bänder, Sehnen und Gelenkkapsel. Für dieses Gewebe gibt es weniger zugelassene Angaben als für den Knochen, aber es gibt sie.

  • Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion von Knorpel und Knochen bei. Kollagen ist das Strukturprotein, aus dem Knorpel, Sehnen und Bänder im Wesentlichen aufgebaut sind – Vitamin C ist für seine Bildung nachweislich erforderlich.
  • Mangan trägt zu einer normalen Bindegewebsbildung bei.
  • Kupfer trägt zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei.

Was es dagegen nicht gibt: eine zugelassene Angabe, nach der irgendein Nährstoff Gelenkbeschwerden lindert oder Knorpel wieder aufbaut. Solche Aussagen wären Krankheitsbezug und in der EU für Lebensmittel unzulässig – unabhängig davon, wie die Studienlage aussieht.

Das heißt nicht, dass es dazu nichts zu berichten gäbe. Es heißt, dass die Studienlage und die zugelassenen Angaben zwei verschiedene Ebenen sind. Wir halten sie hier bewusst getrennt.

MSM: was die Studien zeigen

Für MSM – Methylsulfonylmethan, eine organische Schwefelverbindung – gibt es keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe. Es gibt aber randomisierte, placebokontrollierte Studien am Menschen, und die zeigen in mehreren Fällen positive Ergebnisse bei Kniebeschwerden.

Zwei davon sind besonders aussagekräftig, weil sie placebokontrolliert waren und mit etablierten Messinstrumenten gearbeitet haben:

Debbi et al., 2011

Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 49 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Kniegelenkbeschwerden, veröffentlicht in BMC Complementary and Alternative Medicine. Über zwölf Wochen erhielt eine Gruppe MSM, die andere Placebo. Gemessen wurde unter anderem mit dem WOMAC-Index, einem etablierten Fragebogen zur Erfassung von Beschwerden und Funktion am Knie.

Ergebnis: In der MSM-Gruppe verbesserten sich die WOMAC-Werte gegenüber Placebo statistisch signifikant (p = 0,03). Die Autoren ordnen das Ausmaß der Veränderung selbst als klein ein.

Nutrients, 2023

Eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studie mit 88 Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit leichten Kniebeschwerden. Gemessen wurde mit dem JKOM-Index, einem in Japan entwickelten Instrument zur Erfassung der Lebensqualität bei Kniebeschwerden.

Ergebnis: In der MSM-Gruppe verbesserten sich die JKOM-Werte gegenüber Placebo statistisch signifikant (p = 0,046).

Beides sind Studien mit vergleichsweise kleinen Teilnehmerzahlen, und sie beziehen sich auf Kniebeschwerden. Was sie zeigen, ist trotzdem bemerkenswert: In beiden Fällen wurde gegen Placebo gemessen, mit etablierten Instrumenten, und in beiden Fällen war das Ergebnis zugunsten von MSM signifikant. Für einen Stoff ohne zugelassene Angabe ist das eine ungewöhnlich konkrete Datenlage.

Wir leiten daraus keine Wirkungsaussage ab – das dürfen wir nicht, und es wäre bei diesem Umfang auch nicht seriös. Wir berichten, was untersucht wurde und was dabei herausgekommen ist. Die vollständige Einordnung mit allen Studiendetails steht unter MSM: Was die Schwefelverbindung ist und was die Studien zeigen.

Wichtig zur Einordnung: Bei anhaltenden oder starken Gelenkbeschwerden gehört die Ursache ärztlich abgeklärt. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ärztliche Behandlung und kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.

Abnehmen, ohne Muskeln zu verlieren

Bei einer Gewichtsabnahme verliert der Körper nicht ausschließlich Fett. Wie hoch der Anteil an Muskulatur ausfällt, hängt vor allem an zwei Faktoren: an der Eiweißzufuhr und daran, ob die Muskulatur weiter gefordert wird. Beides lässt sich steuern.

Das ist aus meiner Sicht der wichtigste Absatz auf dieser Seite, weil er zwei Themen verbindet, die meist getrennt behandelt werden. Muskulatur ist stoffwechselaktives Gewebe. Wer sie während einer Abnahme mitverliert, verändert damit die Ausgangslage für alles, was danach kommt.

Die drei Stellschrauben, die dabei tatsächlich etwas bewirken:

  • Ausreichend Eiweiß, über den Tag verteilt. Eiweiß trägt laut zugelassener Angabe zur Erhaltung von Muskelmasse bei. Bei reduzierter Energiezufuhr wird der Eiweißbedarf eher größer, nicht kleiner – der Körper greift sonst auf körpereigenes Eiweiß zurück.
  • Belastung. Muskulatur wird erhalten, wenn sie gebraucht wird. Das muss kein Krafttraining im Studio sein: Treppen, Einkäufe tragen, Gartenarbeit, ein zügiger Spaziergang und einfache Übungen mit dem eigenen Körpergewicht zählen. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Intensität.
  • Kein extremes Defizit. Je größer die Energielücke, desto größer der Anteil an Muskulatur am Verlust. Eine moderate, längere Reduktion erhält mehr Muskelmasse als eine sehr strenge, kurze.

Genau deshalb ist bei unseren Kurgruppen die Eiweißversorgung kein Nebenthema, sondern das Fundament – und genau deshalb steht sie auch auf der Seite zur Stabilisierungsphase so weit vorne. Was während der Abnahme an Muskulatur erhalten bleibt, muss danach nicht wieder aufgebaut werden.

Frau in Sportkleidung geht auf einem sonnigen Parkweg spazieren, von hinten aufgenommen

Woher die Nährstoffe kommen

Gute Quellen je Nährstoff, mit praktischen Hinweisen zur Aufnahme.
Nährstoff Gute Quellen Praktischer Hinweis
Calcium Milch, Joghurt, Käse, Grünkohl, Brokkoli, Mandeln, calciumreiches Mineralwasser Auf mehrere Portionen verteilen – der Körper nimmt kleinere Mengen anteilig besser auf
Vitamin D Fetter Seefisch wie Lachs und Hering, Eigelb; sonst Sonnenlicht Von Oktober bis März reicht die Sonne in unseren Breiten nicht aus
Vitamin K Grünkohl, Spinat, Brokkoli, Rosenkohl; K2 in fermentierten Lebensmitteln Fettlöslich – braucht etwas Fett in der Mahlzeit
Magnesium Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte, dunkle Schokolade, Mineralwasser Ein magnesiumreiches Mineralwasser deckt beiläufig einen Teil ab
Zink Rindfleisch, Käse, Kürbiskerne, Haferflocken, Linsen Aus tierischen Quellen besser verfügbar als aus pflanzlichen
Mangan Haferflocken, Vollkorn, Nüsse, Hülsenfrüchte, schwarzer Tee Bei gemischter Kost meist gut gedeckt
Vitamin C Paprika, Brokkoli, Kohl, schwarze Johannisbeeren, Zitrusfrüchte Hitzeempfindlich – lieber dünsten als kochen
Kupfer Nüsse, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Kakao Ein Mangel ist bei gemischter Kost selten
Eiweiß Quark, Skyr, Hähnchen, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Tofu Auf drei bis vier Portionen über den Tag verteilen

Ein Punkt, der bei Calcium oft untergeht: Milchprodukte sind die dichteste Quelle, aber nicht die einzige. Grünkohl, Brokkoli, Mandeln, Sesam und calciumreiches Mineralwasser mit über 300 Milligramm Calcium je Liter tragen relevant bei. Wer keine Milchprodukte isst, sollte auf diese Quellen bewusst zurückgreifen.

Der Faktor, den kein Nährstoff ersetzt

Knochen und Muskeln reagieren auf mechanische Belastung. Ein Knochen, der belastet wird, baut Substanz auf; ein Knochen, der nicht belastet wird, baut ab. Das ist der Grund, warum Bewegung bei diesem Thema keine Ergänzung zur Nährstoffversorgung ist, sondern die zweite Hälfte davon.

Wirksam sind vor allem Belastungen, bei denen das eigene Körpergewicht getragen wird oder Zug auf den Knochen wirkt:

  • Gehen und Wandern – die einfachste Form, jeden Tag verfügbar.
  • Treppensteigen – kurze, häufige Belastungen zählen.
  • Krafttraining oder Übungen mit dem eigenen Körpergewicht – Kniebeugen, Ausfallschritte, Wandsitzen, Liegestütze an der Wand.
  • Alltagsbewegung – Einkäufe tragen, Gartenarbeit, Hausarbeit.
  • Gleichgewichtsübungen – auf einem Bein stehen, beim Zähneputzen. Klingt banal und ist mit Blick auf Stürze eines der wirksamsten Dinge überhaupt.

Schwimmen und Radfahren sind gut für Herz, Kreislauf und Gelenke, entlasten aber gerade das Skelett – für den Knochenaufbau sind sie deshalb weniger wirksam als tragende Belastungen. Wer beides kombiniert, hat das beste Ergebnis.

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Unser Nährstoffpaket enthält DailyVit, MSM-Pro, Omega+ und Grape+C. Das DailyVit allein liefert je Tagesportion 201 mg Calcium, 7,5 µg Vitamin D3, 75 µg Vitamin K2, 101 mg Magnesium, 10 mg Zink, 1,0 mg Mangan, 100 mg Vitamin C und 0,30 mg Kupfer – die Nährstoffe mit zugelassenen Angaben zur Erhaltung normaler Knochen und zur normalen Muskelfunktion. Dazu kommt mit MSM-Pro die Schwefelverbindung, zu der die weiter oben beschriebenen Studien vorliegen.

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Häufige Fragen

Welche Nährstoffe sind wichtig für die Knochen?

Zugelassene Angaben zur Erhaltung normaler Knochen gibt es für Calcium, Vitamin D, Vitamin K, Magnesium, Zink, Mangan und Eiweiß. Vitamin C trägt zusätzlich zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen bei. Calcium und Vitamin D gehören dabei zusammen: Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium bei.

Warum ist Vitamin D bei den Knochen so wichtig?

Weil es zwei zugelassene Angaben verbindet: Es trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei und zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor. Ohne ausreichend Vitamin D kommt zugeführtes Calcium schlechter dort an, wo es gebraucht wird. Der Körper bildet Vitamin D unter Sonneneinstrahlung selbst, in unseren Breiten reicht der Einfallswinkel der Sonne von Oktober bis März dafür aber nicht aus.

Was hilft gegen Gelenkbeschwerden?

Für Lebensmittel gibt es in der EU keine zugelassene Angabe, nach der ein Nährstoff Gelenkbeschwerden lindert – solche Aussagen hätten Krankheitsbezug und sind unzulässig. Was es gibt: zugelassene Angaben zu Vitamin C für die Kollagenbildung in Knorpel und Knochen sowie zu Mangan und Kupfer für das Bindegewebe. Zu MSM existieren placebokontrollierte Studien am Menschen. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden gehört die Ursache ärztlich abgeklärt.

Was zeigen die Studien zu MSM?

Zwei randomisierte, doppelblinde und placebokontrollierte Studien mit 49 beziehungsweise 88 Teilnehmerinnen und Teilnehmern untersuchten MSM bei Kniebeschwerden. In der Studie von Debbi und Kollegen aus dem Jahr 2011 verbesserten sich die WOMAC-Werte gegenüber Placebo signifikant (p = 0,03), wobei die Autoren das Ausmaß selbst als klein einordnen, in einer 2023 in Nutrients veröffentlichten Studie die JKOM-Werte (p = 0,046). Beide Studien haben kleine Teilnehmerzahlen. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe zu MSM gibt es nicht.

Wie verhindere ich, dass ich beim Abnehmen Muskeln verliere?

Über drei Stellschrauben: ausreichend Eiweiß über den Tag verteilt, regelmäßige Belastung der Muskulatur und ein moderates statt extremes Energiedefizit. Eiweiß trägt laut zugelassener Angabe zur Erhaltung von Muskelmasse bei, und bei reduzierter Energiezufuhr wird der Bedarf eher größer als kleiner. Die Belastung muss kein Studio sein – Treppen, Einkäufe tragen, zügiges Gehen und Übungen mit dem eigenen Körpergewicht zählen.

Welche Bewegung ist gut für die Knochen?

Belastungen, bei denen das eigene Körpergewicht getragen wird oder Zug auf den Knochen wirkt: Gehen, Wandern, Treppensteigen, Krafttraining und Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Schwimmen und Radfahren sind gut für Herz, Kreislauf und Gelenke, entlasten aber das Skelett und sind für den Knochenaufbau deshalb weniger wirksam. Gleichgewichtsübungen sind mit Blick auf Stürze besonders wertvoll.

Bekomme ich genug Calcium ohne Milchprodukte?

Es ist möglich, erfordert aber bewusste Auswahl. Milchprodukte sind die dichteste Quelle, aber Grünkohl, Brokkoli, Mandeln, Sesam, Tofu mit Calciumsulfat und calciumreiches Mineralwasser mit über 300 Milligramm Calcium je Liter tragen relevant bei. Günstig ist außerdem, die Zufuhr über mehrere Portionen am Tag zu verteilen.

Warum ist Eiweiß auch für die Knochen relevant?

Weil Eiweiß laut zugelassener Angabe zur Erhaltung normaler Knochen beiträgt. Knochen bestehen nicht nur aus Mineralstoffen: Ihre Grundstruktur ist ein Kollagengerüst, in das Calcium eingelagert wird. Ohne ausreichend Eiweiß fehlt dieses Gerüst. Vitamin C trägt zur normalen Kollagenbildung dafür bei.

Fazit

Knochen und Muskeln sind lebendes Gewebe, das ständig umgebaut wird – und beide reagieren auf dieselben zwei Dinge: auf Nährstoffe und auf Belastung. Auf der Nährstoffseite ist die Lage ungewöhnlich klar. Für Calcium, Vitamin D, Vitamin K, Magnesium, Zink, Mangan, Vitamin C, Kupfer und Eiweiß gibt es geprüfte, zugelassene Angaben zur Erhaltung normaler Knochen, zur Muskelfunktion und zum Bindegewebe.

Auf der Belastungsseite gilt eine ebenso einfache Regel: Was gebraucht wird, bleibt. Gehen, Treppen, Tragen und ein bisschen Kraft sind wirksamer als jede Dose – und beides zusammen ist deutlich mehr als die Summe der Teile.

Und für alle, die gerade abnehmen: Ausreichend Eiweiß und regelmäßige Belastung entscheiden mit darüber, wie viel von der abgenommenen Masse tatsächlich Fett ist. Das ist der Punkt, der über die Diät hinausreicht.

Quellen

  • Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel – Einträge zu Calcium, Vitamin D, Vitamin K, Magnesium, Zink, Mangan, Vitamin C, Kupfer und Protein
  • Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel
  • Debbi EM et al.: Efficacy of methylsulfonylmethane supplementation on osteoarthritis of the knee – a randomized controlled study. BMC Complementary and Alternative Medicine, 2011
  • Methylsulfonylmethane Improves Knee Quality of Life in Participants with Mild Knee Pain – a randomized, double-blind, placebo-controlled trial. Nutrients, 2023
  • Bundeslebensmittelschlüssel: Nährwertangaben für die genannten Lebensmittel
  • Produkt- und Nährwertangaben der VitalBodyPLUS GmbH zu DailyVit und MSM-Pro

Hinweis: Die genannten gesundheitsbezogenen Angaben sind in der Europäischen Union zugelassen und beziehen sich auf die Erhaltung normaler Körperfunktionen. Sie sind keine Aussagen über die Behandlung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten. Für MSM besteht keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe; die wiedergegebenen Studienergebnisse sind Berichte über die vorliegende Forschung und keine Wirkungsaussage über ein Produkt. Die Angaben zu DailyVit und MSM-Pro stammen aus den Nährwerttabellen der Produkte; maßgeblich sind die Angaben auf der Verpackung und der Produktseite. Die angegebene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden an Knochen, Gelenken oder Muskeln gehört die Ursache ärztlich abgeklärt. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.