Haare, Haut und Nägel: welche Nährstoffe wirklich dazugehören
Für Haare, Haut und Nägel gibt es eine überschaubare Gruppe von Nährstoffen, deren Beitrag in der EU offiziell geprüft und zugelassen ist: Biotin, Zink, Selen, Kupfer, Vitamin A, Vitamin C, Riboflavin, Niacin und Jod. Sie halten die Struktur aufrecht, an der Haare, Haut und Nägel gebaut sind. Was sie nicht können: aus dünnem Haar dichtes machen. Was sie sehr wohl können: dafür sorgen, dass ein Mangel nicht der Grund für Veränderungen ist.
Haare, Haut und Nägel sind die drei Gewebe, an denen sich der Nährstoffstatus am schnellsten zeigt – und das ist kein Zufall. Sie werden ständig neu gebildet, brauchen dafür laufend Bausteine, und sie stehen in der Versorgungsreihenfolge des Körpers ziemlich weit hinten. Wenn etwas knapp wird, wird hier zuerst gespart.
Das Wichtigste in Kürze
- Haare, Haut und Nägel bestehen im Kern aus Keratin – einem Eiweiß. Ohne ausreichend Protein fehlt der Baustoff.
- Biotin, Zink und Selen tragen laut zugelassener Angaben zur Erhaltung normaler Haare bei; Zink und Selen zusätzlich zu normalen Nägeln.
- Vitamin C trägt zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei.
- Kupfer trägt zur normalen Pigmentierung von Haar und Haut bei.
- Ein Haar wächst rund 1 Zentimeter im Monat – Veränderungen brauchen deshalb Monate, nicht Wochen.
- Diäten mit sehr wenig Eiweiß und einseitige Ernährung sind die häufigsten vermeidbaren Ursachen, die mir in der Beratung begegnen.
- Bei plötzlichem, starkem oder kreisrundem Haarausfall gehört die Abklärung in ärztliche Hände, nicht in eine Dose.
Inhaltsverzeichnis
- Warum sich hier zuerst zeigt, was fehlt
- Keratin: der Baustoff, den alle drei teilen
- Die Nährstoffe im Einzelnen
- Woher die Nährstoffe kommen
- Warum Diäten sich in Haaren und Nägeln zeigen
- Wie lange es dauert, bis sich etwas ändert
- Wo eine Nährstoffversorgung nicht die Antwort ist
- Was in unserem DailyVit steckt
- Häufige Fragen
Warum sich hier zuerst zeigt, was fehlt
Haarwurzeln gehören zu den teilungsfreudigsten Zellverbänden des Körpers. Die Haut erneuert sich fortlaufend, Nägel wachsen kontinuierlich nach. Alle drei sind damit auf einen ständigen Nachschub an Bausteinen angewiesen – und alle drei sind, biologisch betrachtet, verzichtbar.
Der Körper priorisiert. Herz, Gehirn, Muskulatur und Immunsystem kommen zuerst. Erst wenn dort alles gedeckt ist, geht der Rest an Gewebe, die für das Überleben nicht notwendig sind. Deshalb sind stumpfes Haar, trockene Haut und brüchige Nägel oft die ersten sichtbaren Anzeichen dafür, dass etwas seit Längerem knapp ist – lange bevor sich das an anderer Stelle bemerkbar macht.
Umgekehrt gilt aber genauso: Diese drei Gewebe reagieren auf sehr viel mehr als nur auf Nährstoffe. Hormonelle Umstellungen, Schilddrüsenfunktion, Medikamente, Stress, Schlaf, Alter, Genetik, Wasserhärte, Färbemittel und Hitze durch Föhn oder Glätteisen spielen alle mit. Wer die Nährstoffseite regelt, hat einen Faktor geregelt – einen wichtigen, aber eben einen von vielen.
Aus der Beratungspraxis: Die Frage nach den Haaren kommt in unseren Kurgruppen fast immer in denselben zwei Situationen – in den Wechseljahren und nach einer längeren Phase mit sehr wenig Eiweiß. Das Zweite lässt sich über die Ernährung direkt beeinflussen, das Erste nur begleiten. Diese Unterscheidung ist der wichtigste Teil des Gesprächs.
Keratin: der Baustoff, den alle drei teilen
Haare, die Hornschicht der Haut und Nägel bestehen im Kern aus Keratin, einem Strukturprotein. Wer zu wenig Eiweiß isst, hat für diese Gewebe schlicht weniger Baumaterial zur Verfügung – und der Körper spart dann genau dort, wo es am wenigsten kritisch ist.
Das ist der Punkt, der in Ratgebern über Haar-Vitamine regelmäßig untergeht: Die Vitamine und Spurenelemente sind Werkzeuge, das Eiweiß ist der Rohstoff. Ohne ausreichend Protein nützt das beste Werkzeug wenig.
Für den Zusammenhang zwischen Eiweiß und Erhaltung ist die Datenlage klar genug, dass es in der EU zugelassene Angaben dazu gibt: Eiweiß trägt zur Zunahme an Muskelmasse und zur Erhaltung von Muskelmasse bei, ebenso zur Erhaltung normaler Knochen. Für Haare gibt es keine eigene zugelassene Angabe zu Protein – der biologische Zusammenhang über Keratin ist trotzdem unstrittig.
Praktisch heißt das: Wer beim Thema Haare und Nägel etwas ändern möchte, schaut zuerst auf die Eiweißmenge und erst danach auf Mikronährstoffe. Wie viel das je nach Situation ist und woher es am einfachsten kommt, steht unter Eiweiß beim Abnehmen.
Die Nährstoffe im Einzelnen
In der EU dürfen gesundheitsbezogene Angaben zu Lebensmitteln nur verwendet werden, wenn sie geprüft und zugelassen sind. Für Haare, Haut und Nägel gibt es eine ganze Reihe davon – und das ist eine gute Nachricht, denn es heißt, dass diese Zusammenhänge nicht auf Marketing beruhen, sondern eine wissenschaftliche Bewertung durchlaufen haben.
| Nährstoff | Zugelassene Angabe | Im DailyVit je Tagesportion |
|---|---|---|
| Biotin | Trägt zur Erhaltung normaler Haare bei · Trägt zur Erhaltung normaler Haut bei | 100 µg (200 % NRV) |
| Zink | Trägt zur Erhaltung normaler Haare bei · normaler Haut · normaler Nägel | 10 mg (100 % NRV) |
| Selen | Trägt zur Erhaltung normaler Haare bei · normaler Nägel | 50 µg (91 % NRV) |
| Kupfer | Trägt zur normalen Pigmentierung der Haare bei · der Haut | 0,30 mg (30 % NRV) |
| Vitamin C | Trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei | 100 mg (125 % NRV) |
| Vitamin A | Trägt zur Erhaltung normaler Haut bei | 800 µg (100 % NRV) |
| Riboflavin (B2) | Trägt zur Erhaltung normaler Haut bei | 2,8 mg (200 % NRV) |
| Niacin | Trägt zur Erhaltung normaler Haut bei | 30 mg (188 % NRV) |
| Jod | Trägt zur Erhaltung normaler Haut bei | 150 µg (100 % NRV) |
| Vitamin E | Trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen | 12 mg (100 % NRV) |
Biotin
Biotin ist der Nährstoff, der im Zusammenhang mit Haaren am häufigsten genannt wird – und einer der wenigen, bei denen das berechtigt ist. Es ist ein wasserlösliches B-Vitamin und wirkt als Coenzym im Stoffwechsel von Fettsäuren und Aminosäuren, also genau dort, wo die Bausteine für Keratin bereitgestellt werden. Die zugelassenen Angaben lauten schlicht: trägt zur Erhaltung normaler Haare bei, und trägt zur Erhaltung normaler Haut bei.
Das Wort „Erhaltung" ist dabei wörtlich zu nehmen und keine juristische Abschwächung. Biotin hält aufrecht, was da ist. Ein deutlicher Biotinmangel ist in Deutschland selten, kommt aber vor – etwa bei sehr einseitiger Ernährung, bei bestimmten Medikamenten oder wenn regelmäßig große Mengen rohes Eiklar gegessen werden, dessen Avidin Biotin bindet.
Zink
Zink ist der einzige Nährstoff mit zugelassenen Angaben zu allen drei Geweben gleichzeitig: Haare, Haut und Nägel. Es ist an über zweihundert Enzymreaktionen beteiligt, darunter an der Zellteilung – und Haarwurzeln teilen sich mit am schnellsten im ganzen Körper.
Zink ist außerdem der Nährstoff aus dieser Gruppe, bei dem eine unzureichende Zufuhr am ehesten vorkommt. Die besten Quellen sind tierisch: Rindfleisch, Käse, Eier. Pflanzliche Quellen wie Haferflocken, Linsen und Kürbiskerne enthalten zwar Zink, gleichzeitig aber Phytate, die die Aufnahme hemmen. Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, sollte hier genauer hinschauen.
Selen
Selen trägt laut zugelassener Angaben zur Erhaltung normaler Haare und normaler Nägel bei. Es ist Bestandteil von Enzymen, die Zellen vor oxidativem Stress schützen. Die Versorgung in Mitteleuropa hängt stark vom Boden ab – europäische Böden sind selenärmer als etwa nordamerikanische, weshalb pflanzliche Lebensmittel hier weniger Selen enthalten als in anderen Regionen.
Bei Selen ist die Spanne zwischen zu wenig und zu viel enger als bei den meisten anderen Nährstoffen. Deshalb gilt hier besonders: nicht mehrere hochdosierte Präparate parallel nehmen.
Kupfer
Kupfer hat eine sehr spezifische zugelassene Angabe: Es trägt zur normalen Pigmentierung der Haare und der Haut bei. Der Hintergrund ist die Tyrosinase, ein kupferabhängiges Enzym, das an der Bildung von Melanin beteiligt ist. Kupfer trägt außerdem zur Erhaltung von normalem Bindegewebe bei – dem Gerüst, in dem die Haarwurzel sitzt.
Vitamin C
Vitamin C ist der Nährstoff für die Haut, und zwar aus einem konkreten biochemischen Grund: Es wird für die Kollagenbildung benötigt. Kollagen ist das Strukturprotein der Lederhaut, und die zugelassene Angabe formuliert das direkt – Vitamin C trägt zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut bei. Dieselbe Angabe existiert für Knochen, Knorpel, Zähne, Zahnfleisch und Blutgefäße.
Vitamin A, Riboflavin, Niacin und Jod
Diese vier tragen laut zugelassener Angaben jeweils zur Erhaltung normaler Haut bei. Vitamin A ist an der Differenzierung der Hautzellen beteiligt, Riboflavin und Niacin an der Energiegewinnung in stoffwechselaktivem Gewebe, und Jod ist für die Schilddrüsenfunktion nötig – die ihrerseits erheblichen Einfluss auf Haut und Haar hat.
Der Jod-Punkt ist der praktisch wichtigste davon. Deutschland gilt als Jodmangelgebiet, und eine Schilddrüsenunterfunktion zeigt sich sehr häufig zuerst an Haaren und Haut. Wenn Haarveränderungen mit Müdigkeit, Frieren und Gewichtszunahme zusammenkommen, gehört das ärztlich abgeklärt – dazu weiter unten mehr, und ausführlich unter Abnehmen bei Schilddrüsenunterfunktion.
Woher die Nährstoffe kommen
Der erste Weg ist immer der über das Essen. Diese Übersicht zeigt, wo die Nährstoffe aus der Tabelle oben tatsächlich drinstecken – und sie ist gleichzeitig eine Einkaufsliste.
| Nährstoff | Gute Quellen | Praktischer Hinweis |
|---|---|---|
| Biotin | Eigelb, Leber, Haferflocken, Nüsse, Sojabohnen, Champignons | Ein gekochtes Ei am Tag deckt einen spürbaren Teil ab |
| Zink | Rindfleisch, Käse, Kürbiskerne, Haferflocken, Linsen, Eier | Aus tierischen Quellen deutlich besser verfügbar als aus pflanzlichen |
| Selen | Paranüsse, Fisch, Fleisch, Eier, Sesam | Schon zwei Paranüsse decken den Tagesbedarf – mehr braucht es nicht |
| Kupfer | Nüsse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Kakao, Innereien | Ein Mangel ist bei gemischter Kost selten |
| Vitamin C | Paprika, Brokkoli, schwarze Johannisbeeren, Kohl, Zitrusfrüchte | Hitzeempfindlich – Gemüse eher dünsten als kochen |
| Vitamin A | Leber, Eigelb, Butter; als Beta-Carotin in Karotte, Süßkartoffel, Grünkohl | Braucht Fett zur Aufnahme – ein Teelöffel Öl reicht |
| Riboflavin (B2) | Milchprodukte, Eier, Vollkorn, Mandeln, Pilze | Lichtempfindlich, deshalb Milch nicht im Klarglas lagern |
| Niacin | Geflügel, Fisch, Erdnüsse, Vollkorn, Pilze | Der Körper bildet es auch aus Tryptophan |
| Jod | Seefisch, jodiertes Speisesalz, Milchprodukte, Algen | Bei Schilddrüsenerkrankungen nur nach ärztlicher Rücksprache ergänzen |
| Eiweiß | Quark, Skyr, Hähnchen, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Tofu | Der Rohstoff für Keratin – auf jede Mahlzeit verteilen |
Warum Diäten sich in Haaren und Nägeln zeigen
Eine kalorienreduzierte Ernährung bedeutet automatisch weniger Nahrungsvolumen – und damit potenziell weniger Vitamine und Spurenelemente, wenn die Lebensmittelauswahl nicht mitwächst. Genau deshalb ist die Nährstoffversorgung während einer Diät nicht Beiwerk, sondern Kernbestandteil.
Das ist der Zusammenhang, der mir in der Beratung am häufigsten begegnet, und er ist unterschätzt. Wer die Energiezufuhr senkt, isst nicht nur weniger Kalorien, sondern weniger von allem. Wenn dabei die dichtesten Quellen wegfallen – Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Nüsse –, sinkt die Zufuhr an Zink, Selen, Biotin und Eiweiß mit.
Dazu kommt ein zweiter Punkt, der speziell die Haare betrifft: Der Körper reagiert auf eine deutliche und länger anhaltende Energieunterversorgung, indem er nicht lebensnotwendige Prozesse zurückfährt. Haarwachstum gehört dazu. Deshalb ist bei sehr strengen Diäten ohne ausreichend Eiweiß und ohne begleitende Nährstoffversorgung mit Veränderungen zu rechnen – zeitversetzt, wie weiter unten erklärt.
Die praktische Konsequenz: Wer abnimmt, sollte bei der Auswahl nährstoffdichter werden, nicht ärmer. Weniger Energie, aber gleich viel oder mehr Mikronährstoffe je Kalorie. Genau darum geht es auch unter Nahrungsergänzung beim Abnehmen.
Aus unseren Kurgruppen: Wenn Teilnehmerinnen nach etwa acht bis zwölf Wochen von dünner werdendem Haar berichten, liegt es in den allermeisten Fällen nicht an der Kur, sondern an einer Phase davor – eine strenge Diät im Frühjahr, eine Krankheit, eine Umstellung. Der zeitliche Versatz macht die Zuordnung schwer und führt regelmäßig zu falschen Schlüssen.
Wie lange es dauert, bis sich etwas ändert
Kopfhaar wächst rund 1 Zentimeter pro Monat. Fingernägel wachsen etwa 3 Millimeter im Monat, Fußnägel deutlich langsamer. Wer heute etwas an der Ernährung ändert, sieht das an einem Nagel frühestens nach drei bis vier Monaten vollständig, an einem Haar entsprechend später.
Diese Zahlen sind der Grund, warum bei diesem Thema so viel falsch zugeordnet wird – in beide Richtungen. Ein Präparat, das nach zwei Wochen „wirkt", kann biologisch nicht gewirkt haben. Und eine Ursache, die vor drei Monaten lag, wird heute nicht mehr mit dem Ergebnis in Verbindung gebracht.
| Gewebe | Wachstum | Wann sich eine Veränderung zeigt |
|---|---|---|
| Haut | Erneuerung der Oberhaut in rund 4 Wochen | Nach 4 bis 8 Wochen |
| Fingernägel | Rund 3 mm im Monat | Nach 3 bis 4 Monaten vollständig herausgewachsen |
| Kopfhaar | Rund 1 cm im Monat | Nach 3 bis 6 Monaten sichtbar, je nach Länge später |
| Fußnägel | Rund 1 mm im Monat | Nach 9 bis 12 Monaten vollständig |
Wer also etwas ändert, sollte sich mindestens drei Monate Zeit geben, bevor er bewertet – und im Zweifel ein Foto vom Startzeitpunkt machen. Das ist unspektakulär und die einzige Methode, die bei so langen Zeiträumen verlässlich funktioniert.
Wo eine Nährstoffversorgung nicht die Antwort ist
Das gehört an dieser Stelle ausdrücklich dazu, weil es die häufigste Fehleinschätzung bei diesem Thema ist. Es gibt Situationen, in denen kein Nährstoff das Richtige ist – sondern eine Abklärung.
- Plötzlicher, starker Haarausfall innerhalb weniger Wochen.
- Kreisrunder Haarausfall mit klar abgegrenzten kahlen Stellen.
- Haarausfall mit weiteren Beschwerden – Müdigkeit, Frieren, Gewichtsveränderung, Zyklusveränderungen. Das kann auf die Schilddrüse deuten.
- Veränderungen der Nägel wie Rillen, Verfärbungen, Verdickungen oder Ablösungen.
- Hautveränderungen, die nässen, sich ausbreiten, jucken oder nicht abheilen.
- Haarausfall nach einer Geburt – hormonell bedingt und in aller Regel vorübergehend, aber ärztlich einzuordnen.
In all diesen Fällen ist der Weg zur Hausärztin oder zur Dermatologin der richtige. Ein Blutbild klärt in kurzer Zeit, ob Eisen, Ferritin, Vitamin D, Zink oder die Schilddrüsenwerte auffällig sind – und das ist eine belastbarere Grundlage als jede Vermutung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise.
Was in unserem DailyVit steckt
Wir haben das DailyVit nicht als Haarpräparat entwickelt, sondern als Grundversorgung. Dass es beim Thema Haare, Haut und Nägel so vollständig dasteht, liegt daran, dass genau die Nährstoffe mit zugelassenen Angaben zu diesen Geweben auch die sind, die in einer breiten Grundversorgung ohnehin enthalten sein sollten.
Zwei Kapseln am Tag enthalten unter anderem 100 Mikrogramm Biotin, 10 Milligramm Zink, 50 Mikrogramm Selen, 0,30 Milligramm Kupfer, 100 Milligramm Vitamin C, 800 Mikrogramm Vitamin A, 2,8 Milligramm Riboflavin, 30 Milligramm Niacin, 150 Mikrogramm Jod und 12 Milligramm Vitamin E – dazu die B-Vitamine, Vitamin D3, Vitamin K2, Calcium, Magnesium, Eisen, Mangan, Chrom und Folsäure.
Damit sind alle zehn oben genannten Angaben abgedeckt, und zwar jeweils in Mengen, die die Bedingungen für die Verwendung dieser Angaben erfüllen. Die vollständige Nährwerttabelle mit allen Prozentangaben zum Referenzwert steht auf der Produktseite. Eine ausführliche Einordnung, wann ein Multivitaminpräparat überhaupt sinnvoll ist und wann nicht, steht unter Multivitamin.
Wenn du breiter aufgestellt sein möchtest: Unser Nährstoffpaket fasst DailyVit, MSM-Pro, Omega+ und Grape+C zusammen. Für dieses Themenfeld sind vor allem DailyVit und Grape+C relevant – Letzteres enthält OPC aus Traubenkernen und Vitamin C, das zur normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut beiträgt.
Die Grundversorgung in zwei Kapseln.
Unser DailyVit deckt Biotin, Zink, Selen, Kupfer, Vitamin C, Vitamin A, Riboflavin, Niacin und Jod ab – die Nährstoffe mit zugelassenen Angaben zur Erhaltung normaler Haare, Haut und Nägel. Wir verwenden dabei überwiegend Verbindungen, die als besonders bioverfügbar gelten. Zusammen mit MSM-Pro, Omega+ und Grape+C gibt es das auch als Nährstoffpaket.
Wenn Eiweiß der Engpass ist
Keratin ist ein Eiweiß. Wo die einfachsten Quellen im Alltag liegen, steht unter Eiweiß beim Abnehmen und Eiweißreiche Snacks.
Wenn es um oxidativen Stress geht
Vitamin C, Vitamin E, Zink und Selen tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Zur Studienlage bei OPC siehe OPC aus Traubenkernen.
Häufige Fragen
Welche Vitamine sind gut für Haare, Haut und Nägel?
Zugelassene Angaben gibt es für Biotin (Haare und Haut), Zink (Haare, Haut und Nägel), Selen (Haare und Nägel), Kupfer (Pigmentierung von Haar und Haut), Vitamin C (Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut), Vitamin A, Riboflavin, Niacin und Jod (jeweils Haut). Dazu kommt Eiweiß als Rohstoff, weil Haare, Nägel und die Hornschicht der Haut aus Keratin bestehen.
Hilft Biotin wirklich bei den Haaren?
Biotin trägt laut zugelassener Angabe zur Erhaltung normaler Haare und normaler Haut bei. Das Wort „Erhaltung" ist dabei wörtlich gemeint: Biotin hält aufrecht, was da ist. Aus dünnem Haar dichtes zu machen, ist damit nicht gemeint und wäre auch nicht belegbar.
Wie lange dauert es, bis man etwas sieht?
Kopfhaar wächst rund einen Zentimeter im Monat, Fingernägel rund drei Millimeter. Eine Ernährungsumstellung zeigt sich an einem Fingernagel deshalb frühestens nach drei bis vier Monaten vollständig, an den Haaren nach drei bis sechs Monaten. Wer nach zwei Wochen bewertet, bewertet zu früh.
Warum verändern sich Haare und Nägel während einer Diät?
Weil weniger Nahrungsvolumen auch weniger Vitamine, Spurenelemente und Eiweiß bedeuten kann, wenn die Auswahl nicht nährstoffdichter wird. Dazu kommt, dass der Körper bei länger anhaltender Energieunterversorgung nicht lebensnotwendige Prozesse zurückfährt – Haarwachstum gehört dazu. Ausreichend Eiweiß und eine breite Nährstoffbasis sind deshalb während einer Diät besonders wichtig.
Welche Rolle spielt Eiweiß für die Haare?
Eine grundlegende: Haare, Nägel und die Hornschicht der Haut bestehen im Kern aus Keratin, einem Strukturprotein. Vitamine und Spurenelemente sind die Werkzeuge, Eiweiß ist der Rohstoff. Wer bei diesem Thema etwas ändern möchte, schaut zuerst auf die Eiweißmenge und erst danach auf Mikronährstoffe.
Wann sollte ich zum Arzt statt zum Nahrungsergänzungsmittel greifen?
Bei plötzlichem oder starkem Haarausfall, bei kreisrunden kahlen Stellen, bei Veränderungen der Nägel wie Rillen, Verfärbungen oder Ablösungen, bei nässenden oder nicht abheilenden Hautveränderungen und immer dann, wenn weitere Beschwerden dazukommen – Müdigkeit, Frieren, Gewichtsveränderungen. Ein Blutbild klärt Eisen, Ferritin, Vitamin D, Zink und die Schilddrüsenwerte in kurzer Zeit.
Kann man zu viel Selen oder Zink aufnehmen?
Ja. Bei Selen ist die Spanne zwischen zu wenig und zu viel enger als bei den meisten anderen Nährstoffen, bei Zink kann eine dauerhaft sehr hohe Zufuhr die Kupferaufnahme beeinträchtigen. Deshalb gilt: die angegebene tägliche Verzehrmenge nicht überschreiten und nicht mehrere hochdosierte Präparate parallel nehmen.
Fazit
Haare, Haut und Nägel sind die Gewebe, an denen sich der Nährstoffstatus am deutlichsten zeigt – und zugleich die, bei denen am meisten versprochen wird. Die geprüfte Grundlage ist überschaubar und dafür belastbar: Biotin, Zink, Selen, Kupfer, Vitamin C, Vitamin A, Riboflavin, Niacin und Jod haben zugelassene Angaben zur Erhaltung dieser Gewebe, und Eiweiß liefert mit Keratin den Rohstoff.
Was daraus folgt, ist unspektakulär und wirksam: genug Eiweiß, eine breite Auswahl an Lebensmitteln, und bei reduzierter Energiezufuhr bewusst nährstoffdichter essen statt einfach weniger. Und wenn Veränderungen plötzlich, stark oder begleitet von anderen Beschwerden auftreten, gehört das abgeklärt – nicht ergänzt.
Quellen
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos – Einträge zu Biotin, Zink, Selen, Kupfer, Vitamin C, Vitamin A, Riboflavin, Niacin, Jod und Vitamin E
- Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel
- Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel, Anhang XIII zu den Referenzmengen
- Bundeslebensmittelschlüssel: Nährwertangaben für die genannten Lebensmittel
- Produkt- und Nährwertangaben der VitalBodyPLUS GmbH zum DailyVit
Hinweis: Die genannten gesundheitsbezogenen Angaben sind in der Europäischen Union zugelassen und beziehen sich auf die Erhaltung normaler Körperfunktionen. Sie sind keine Aussagen über die Behandlung, Linderung oder Vorbeugung von Krankheiten. Die Angaben zum DailyVit stammen aus der Nährwerttabelle des Produkts; maßgeblich sind die Angaben auf der Verpackung und der Produktseite. Die angegebene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Vitamin A sollte in der Schwangerschaft nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Bei Schilddrüsenerkrankungen sollte eine zusätzliche Jodzufuhr nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.
