Rechner für Kalorien, Eiweiß und BMI

Hier findest du drei kostenlose Rechner: den Kalorienrechner für deinen täglichen Energiebedarf, den Eiweißrechner für die passende Proteinmenge und den BMI-Rechner für die Einordnung deines Gewichts. Alle drei laufen ohne Anmeldung, speichern nichts und rechnen vollständig in deinem Browser.

Was sie darüber hinaus verbindet: Sie benutzen dieselbe Rechenlogik. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht – viele Rechner im Netz kommen bei denselben Eingaben zu deutlich verschiedenen Ergebnissen, weil sie unterschiedliche Formeln und Annahmen verwenden, ohne das zu sagen. Auf dieser Seite steht, wie wir rechnen und warum.

Maßband, Notizbuch, Wasserglas, Nüsse und ein Apfel auf einem Holztisch

Welcher Rechner beantwortet welche Frage?

Die drei Rechner im Überblick. Alle kostenlos, ohne Anmeldung und ohne Speicherung.
Deine Frage Rechner Was du dafür brauchst
Wie viele Kalorien brauche ich am Tag – zum Halten, Abnehmen oder Zunehmen? Kalorienrechner Größe, Gewicht, Alter, Geschlecht, ungefähre Schrittzahl, Training; optional Körperfettanteil
Wie viel Eiweiß ist für mich sinnvoll und wie verteile ich es auf den Tag? Eiweißrechner Größe, Gewicht, Alter, Ziel
Wo stehe ich überhaupt – und was sagt mein Gewicht aus? BMI-Rechner Größe, Gewicht, Alter; optional Taillenumfang

Kalorienrechner

Er berechnet zuerst deinen Grundumsatz, addiert Alltagsbewegung und Training dazu und rechnet daraus dein Tagesziel für dein gewähltes Vorhaben. Für die Stabilisierungsphase nach einer Diät gibt es einen eigenen Modus, weil der tatsächliche Verbrauch dort unter dem berechneten liegt.

Eine Besonderheit: Der Rechner fragt nach deiner ungefähren Schrittzahl statt nach einem Aktivitätslevel von „leicht aktiv“ bis „sehr aktiv“. Warum das genauer ist, steht weiter unten.

Zum Kalorienrechner

Eiweißrechner

Er gibt dir eine Spanne mit einer Empfehlung darin, verteilt die Menge auf drei bis fünf Mahlzeiten und rechnet sie in Lebensmittel um – damit aus „118 Gramm Eiweiß“ etwas wird, das man einkaufen kann. Ein Geschlechtsfeld gibt es nicht, weil der Eiweißbedarf sich nicht nach dem Geschlecht richtet.

Zum Eiweißrechner

BMI-Rechner

Er ordnet dein Gewicht nach den Kategorien der Weltgesundheitsorganisation ein – und fragt zusätzlich nach dem Taillenumfang. Der ist die aussagekräftigere Angabe, weil er zeigt, wo das Gewicht sitzt. Der BMI allein kennt weder Muskelmasse noch Fettverteilung.

Zum BMI-Rechner

In welcher Reihenfolge du sie nutzt

Wenn du am Anfang stehst: erst BMI, dann Kalorien, dann Eiweiß. Der BMI-Rechner sortiert die Ausgangslage, der Kalorienrechner liefert das Tagesziel, und der Eiweißrechner sagt dir, wie sich dieses Ziel sinnvoll zusammensetzt.

  1. BMI-Rechner – die Standortbestimmung. Zusammen mit dem Taillenumfang bekommst du eine Einordnung, die über die Zahl auf der Waage hinausgeht. Für manche endet die Suche hier, weil sich zeigt, dass gar keine Gewichtsabnahme das Thema ist, sondern die Körperzusammensetzung.
  2. Kalorienrechner – der Rahmen. Er gibt dir eine Zahl, an der du dich orientieren kannst. Nicht als Vorschrift, sondern als Startwert, den du nach zwei bis drei Wochen anhand der tatsächlichen Entwicklung nachjustierst.
  3. Eiweißrechner – der Inhalt. Die Kalorienzahl sagt nichts darüber, woraus sie bestehen soll. Gerade in einer kalorienreduzierten Phase ist die Eiweißmenge der Punkt, an dem sich entscheidet, wie viel Muskelmasse erhalten bleibt.
Aus der Beratungspraxis

Die häufigste Reihenfolge in der Praxis ist eine andere: Die meisten kommen mit einer Kalorienzahl und fragen erst Wochen später nach Eiweiß – meist dann, wenn die Waage stehenbleibt oder sich der Körper weich anfühlt, obwohl das Gewicht sinkt. Wer beides von Anfang an zusammen betrachtet, spart sich diese Schleife.

Wie wir rechnen

Diese vier Entscheidungen stecken in allen Rechnern und unterscheiden sie von den meisten anderen.

Mifflin-St-Jeor statt Harris-Benedict

Für den Grundumsatz verwenden wir die Formel nach Mifflin und St Jeor von 1990. Sie hat in Vergleichsuntersuchungen besser abgeschnitten als die ältere Harris-Benedict-Gleichung, die noch immer in vielen Rechnern steckt. Wer seinen Körperfettanteil kennt, bekommt stattdessen die Katch-McArdle-Formel, weil sie mit der fettfreien Masse rechnet und dann genauer ist.

Echte Schritte statt Aktivitätsfaktoren

Die üblichen PAL-Faktoren verlangen eine Selbsteinschätzung zwischen „leicht aktiv“ und „mäßig aktiv“. Das ist die größte Fehlerquelle in Kalorienrechnern überhaupt, weil zwischen zwei benachbarten Stufen mehrere hundert Kilokalorien liegen können und niemand weiß, wo er wirklich steht.

Wir fragen deshalb nach der Schrittzahl, die praktisch jedes Handy mitzählt, und nach dem tatsächlichen Trainingsumfang. Beides sind Angaben, die man nachschauen kann, statt sie zu schätzen.

Angepasstes Bezugsgewicht ab BMI 30

Ab einem BMI von 30 rechnen unsere Rechner die Eiweißmenge nicht auf das volle Körpergewicht, sondern auf ein angepasstes Bezugsgewicht. Der Grund: Fettgewebe hat keinen nennenswerten Eiweißbedarf. Ohne diese Anpassung entstehen Mengen, die niemand isst.

Ein Beispiel macht es deutlich. Bei 130 Kilogramm Körpergewicht und einem Faktor von 1,8 Gramm je Kilogramm kämen rechnerisch 234 Gramm Eiweiß am Tag heraus. Das entspricht etwa einem Kilogramm Hähnchenbrust und lässt bei einem realistischen Kalorienziel kaum noch Raum für alles andere. Mit dem angepassten Bezugsgewicht landet man in einem Bereich, der sich tatsächlich essen lässt.

Warum nicht 0,8 Gramm je Kilogramm

Der bekannte Referenzwert der Deutschen Gesellschaft für Ernährung liegt bei 0,8 Gramm Eiweiß je Kilogramm Körpergewicht für Erwachsene bis 65 Jahre und bei 1,0 Gramm ab 65. Unsere Rechner arbeiten mit höheren Werten, und das soll offen dastehen statt stillschweigend zu passieren.

Der Grund: Der Referenzwert ist ein Wert zur Bedarfsdeckung bei ausgeglichener Energiebilanz. Er beantwortet die Frage, ab wann ein Mangel ausgeschlossen ist – nicht die Frage, wie viel in einer kalorienreduzierten Phase sinnvoll ist. Für diesen Fall werden in der Fachliteratur Werte von 1,2 bis 1,6 Gramm je Kilogramm diskutiert, im Zusammenhang mit Training auch darüber. Proteine tragen zur Erhaltung von Muskelmasse bei; genau darum geht es in einer Phase, in der der Körper Gewicht verliert.

Die Faktoren, mit denen der Eiweißrechner arbeitet, jeweils je Kilogramm Bezugsgewicht. Obergrenze in allen Fällen 2,0 g/kg.
Ziel Unterer Wert Empfehlung Oberer Wert
Gewicht halten, unter 65 Jahren 1,0 1,2 1,4
Gewicht halten, ab 65 Jahren 1,2 1,4 1,5
Abnehmen ohne Training 1,4 1,6 1,8
Abnehmen mit Training 1,6 1,8 2,0
Stabilisierungsphase 1,2 1,4 1,6
Muskelaufbau 1,6 1,8 2,0

Ab 65 Jahren liegen unterer Wert und Empfehlung höher, weil der Körper im höheren Alter weniger effizient auf Eiweiß reagiert und der Erhalt von Muskulatur dort schwerer wiegt. Den Hintergrund dazu haben wir unter Eiweiß beim Abnehmen ausführlicher beschrieben.

Was ein Rechner leisten kann und was nicht

Jeder Kalorienrechner liefert eine Schätzung, keinen Messwert. Auch die beste Formel trifft den tatsächlichen Grundumsatz bei einem großen Teil der Menschen nur auf etwa zehn Prozent genau – im Einzelfall liegt sie deutlicher daneben. Die Zahl ist ein Startwert, kein Befund.

Das ist keine Bescheidenheitsformel, sondern der praktisch wichtigste Satz auf dieser Seite. Wer seinen berechneten Bedarf für eine exakte Größe hält, zieht aus einer stehenden Waage die falschen Schlüsse. Bei 2.000 geschätzten Kilokalorien bedeutet eine Abweichung von zehn Prozent 200 Kilokalorien – genug, um ein geplantes Defizit spürbar zu verkleinern oder zu vergrößern.

Dazu kommen Faktoren, die keine Formel kennt: die tatsächliche Portionsgröße gegenüber der geschätzten, wie viel man sich unbewusst mehr oder weniger bewegt, Schlaf, Medikamente, Erkrankungen und der Punkt, dass sich der Verbrauch während einer Gewichtsabnahme verändert.

So benutzt du die Zahl richtig

  • Als Startwert. Zwei bis drei Wochen damit arbeiten und dabei aufschreiben, was tatsächlich passiert.
  • Dann anpassen. Läuft es nicht wie erwartet, korrigierst du in Schritten von etwa 100 bis 200 Kilokalorien – nicht in Sprüngen von 500.
  • Über Wochen bewerten, nicht über Tage. Kurzfristige Gewichtsschwankungen kommen fast immer von Wasser, Darminhalt und Glykogen. Was dahintersteckt, steht unter Gewicht stagniert trotz Kaloriendefizit.
  • Nicht unter den Grundumsatz. Der Kalorienrechner warnt, wenn ein Zielwert unter 1.200 Kilokalorien oder unter dem berechneten Grundumsatz liegt.

Warum die Diätphase kein Rechner abbildet

Die Diätphase der Stoffwechselkur wird von keinem dieser Rechner berechnet. Sie wird für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer individuell von unserer Ernährungsberatung ermittelt – auf Basis von Ausgangswerten, Vorgeschichte, Alltag und Verträglichkeit.

Das ist eine bewusste Entscheidung und keine technische Hürde. Eine deutlich kalorienreduzierte Phase gehört nicht hinter ein Formularfeld, sondern in eine Begleitung, in der jemand nachfragen und nachsteuern kann. Wie der Ablauf aussieht, steht unter Stoffwechselkur Ablauf.

Was die Rechner sehr wohl abbilden: die Zeit davor und die Zeit danach. Der Kalorienrechner hat einen eigenen Modus für die Stabilisierungsphase, und der Eiweißrechner kennt die Werte für diese Phase ebenfalls.

Deine Daten bleiben bei dir

Gewicht, Größe, Alter und Taillenumfang sind Gesundheitsdaten. Keiner der Rechner verlangt eine Anmeldung oder eine E-Mail-Adresse, keiner speichert etwas, und keiner überträgt deine Eingaben an einen Server – gerechnet wird vollständig in deinem Browser. Wenn du die Seite schließt, sind die Werte weg.

Das bedeutet auch: Für einen Verlauf musst du dir die Zahlen selbst notieren. Wir halten das für den besseren Tausch.

Wenn du die Rechnerei abgeben möchtest. In der Stoffwechselkur übernimmt unsere Ernährungsberatung die Berechnung deiner Kalorien- und Eiweißmenge, passt sie im Verlauf an und begleitet dich täglich – auch durch die Stabilisierungsphase, in der die meisten Umstellungen scheitern.

Zur Stoffwechselkur

Häufige Fragen

Sind die Rechner kostenlos?

Ja, alle drei. Es gibt keine Anmeldung, keine E-Mail-Abfrage und keine Bezahlschranke. Die Berechnung läuft in deinem Browser, es wird nichts gespeichert und nichts übertragen.

Warum kommen verschiedene Kalorienrechner zu verschiedenen Ergebnissen?

Weil sie unterschiedliche Formeln für den Grundumsatz verwenden und die Alltagsbewegung unterschiedlich einrechnen. Wir nutzen Mifflin-St-Jeor und fragen nach der tatsächlichen Schrittzahl statt nach einem geschätzten Aktivitätslevel. Auch dann bleibt das Ergebnis eine Schätzung.

Wie genau ist ein Kalorienrechner?

Bei einem großen Teil der Menschen liegt eine gute Schätzformel innerhalb von etwa zehn Prozent des tatsächlichen Grundumsatzes, im Einzelfall auch deutlicher daneben. Behandle das Ergebnis als Startwert und passe es nach zwei bis drei Wochen anhand der tatsächlichen Entwicklung an.

Welchen Rechner soll ich zuerst benutzen?

Wenn du am Anfang stehst: erst den BMI-Rechner für die Einordnung, dann den Kalorienrechner für den Rahmen, dann den Eiweißrechner für die Zusammensetzung.

Warum fragt der Eiweißrechner nicht nach dem Geschlecht?

Weil sich der Eiweißbedarf nicht nach dem Geschlecht richtet, sondern nach Körpergewicht, Alter, Ziel und Trainingsumfang. Ein Feld, das am Ergebnis nichts ändert, gehört nicht ins Formular.

Warum rechnet ihr bei höherem Gewicht mit einem angepassten Bezugsgewicht?

Weil Fettgewebe keinen nennenswerten Eiweißbedarf hat. Auf das volle Körpergewicht gerechnet entstehen bei einem BMI ab 30 Eiweißmengen, die im Alltag nicht umsetzbar sind und das Kalorienbudget sprengen.

Berechnen die Rechner die Diätphase der Stoffwechselkur?

Nein, und das ist Absicht. Die Diätphase wird von unserer Ernährungsberatung individuell berechnet. Die Rechner decken die Zeit davor und die Stabilisierungsphase danach ab.

Kann ich meine Ergebnisse speichern?

Nicht auf der Seite. Es wird bewusst nichts gespeichert und nichts an einen Server übertragen. Notiere dir die Werte am besten selbst, wenn du einen Verlauf führen möchtest.

Quellen

  • Mifflin MD, St Jeor ST, Hill LA et al.: A new predictive equation for resting energy expenditure in healthy individuals. American Journal of Clinical Nutrition 1990; 51(2): 241–247. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  • Frankenfield D, Roth-Yousey L, Compher C: Comparison of predictive equations for resting metabolic rate in healthy nonobese and obese adults: a systematic review. Journal of the American Dietetic Association 2005; 105(5): 775–789. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  • Deutsche Adipositas-Gesellschaft u. a.: S3-Leitlinie Prävention und Therapie der Adipositas, AWMF-Registernummer 050-001, Version Oktober 2024. register.awmf.org
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Protein. dge.de
  • Leidy HJ, Clifton PM, Astrup A et al.: The role of protein in weight loss and maintenance. American Journal of Clinical Nutrition 2015; 101(6): 1320S–1329S. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
  • Weltgesundheitsorganisation: Klassifikation des Body-Mass-Index für Erwachsene. who.int

Die Ergebnisse dieser Rechner sind Schätzwerte zur allgemeinen Orientierung und ersetzen keine ärztliche oder ernährungstherapeutische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei Vorerkrankungen, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sowie bei Kindern und Jugendlichen gelten abweichende Maßstäbe. Wenn du eine deutliche Ernährungsumstellung planst oder dich ein Ergebnis beunruhigt, sprich mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.