Fünf Faktoren tragen den größten Teil: nicht rauchen, ein gesundes Körpergewicht, regelmäßige Bewegung, eine gemüse- und vollkornbetonte Ernährung und wenig bis kein Alkohol. In der größten Auswertung dazu war die Restlebenserwartung ab 50 bei allen fünf Faktoren um 12 bis 14 Jahre höher als bei keinem. Entscheidend ist aber nicht das Wissen darüber, sondern die Umsetzung.
Fast jeder weiß ungefähr, was gesund ist. Trotzdem erreichen in Deutschland nur gut ein Viertel der Erwachsenen die Bewegungsempfehlungen. Dieser Artikel macht deshalb zwei Dinge anders: Er nennt zu jedem Punkt die Größenordnung – damit klar wird, was viel bringt und was wenig. Und er sagt bei den Punkten, an denen sich die Datenlage in den letzten Jahren gedreht hat, was heute gilt.

Inhalt
Wie viel ein gesunder Lebensstil wirklich bringt
Die größte Auswertung dazu stammt aus zwei US-Kohorten mit zusammen über 120.000 Menschen, begleitet über mehr als 30 Jahre. Untersucht wurden fünf Faktoren: nie geraucht, BMI zwischen 18,5 und 24,9, mindestens 30 Minuten Bewegung täglich, eine Ernährung im obersten Bereich eines Qualitätsindex – und moderater Alkoholkonsum.
| Restlebenserwartung ab 50 Jahren | Frauen | Männer |
|---|---|---|
| Keiner der fünf Faktoren | 29,0 Jahre | 25,5 Jahre |
| Alle fünf Faktoren | 43,1 Jahre | 37,6 Jahre |
| Unterschied | 14,0 Jahre | 12,2 Jahre |
Noch aussagekräftiger ist die Nachfolgearbeit derselben Gruppe, weil sie nicht Lebensjahre zählt, sondern krankheitsfreie: Ab 50 waren es bei vier bis fünf Faktoren 10,6 zusätzliche krankheitsfreie Jahre für Frauen und 7,6 für Männer.
Für Deutschland gibt es eine eigene Zahl. In der Potsdamer EPIC-Studie mit 23.153 Teilnehmenden lag das Risiko für eine chronische Erkrankung bei vier erfüllten Faktoren um 78 Prozent niedriger als bei keinem. Ehrlicherweise gehört dazu: Beim Schlaganfall war der Effekt nicht statistisch signifikant, die Streuung der Einzelendpunkte war also erheblich.
Erstens sind das Beobachtungsdaten. Menschen, die gesund leben, unterscheiden sich systematisch auch in Bildung, Einkommen und Arztkontakten. Ein Teil des Effekts gehört der Lebenslage, nicht dem Verhalten.
Zweitens ist der Alkoholfaktor dieser Studie – moderater Konsum als gesunder Faktor – nach heutigem Stand überholt. Mehr dazu weiter unten.
Drittens erklärt individuelles Verhalten nur einen Teil. Die Lebenserwartungslücke zwischen wohlhabenden und benachteiligten Regionen in Deutschland betrug 2022 laut RKI 4,3 Jahre bei Frauen und 7,2 Jahre bei Männern – und sie ist über zwanzig Jahre gewachsen, nicht geschrumpft.
Bewegung
Die WHO-Empfehlung von 2020 lautet für Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren: 150 bis 300 Minuten moderate Ausdaueraktivität pro Woche oder 75 bis 150 Minuten intensive, dazu an mindestens zwei Tagen Muskelkräftigung für alle großen Muskelgruppen. Ab 65 kommt an mindestens drei Tagen ein Training für Gleichgewicht und Kraft dazu.
In Deutschland erreichten 2019 nur 26,3 Prozent der Erwachsenen sowohl die Ausdauer- als auch die Kräftigungsempfehlung.
Die Sache mit den 10.000 Schritten
Diese Zahl stammt nicht aus der Forschung, sondern aus dem Marketing: 1965 brachte ein japanisches Unternehmen einen Schrittzähler namens „Manpo-kei“ auf den Markt – wörtlich „10.000-Schritte-Messgerät“. Über Fitness-Tracker wurde daraus eine Standardvorgabe.
Was die Daten sagen, ist erfreulicher. Die bislang breiteste Auswertung – 31 Studien in der Meta-Analyse – verglich 7.000 mit 2.000 Schritten am Tag:
| Endpunkt | Risiko bei 7.000 statt 2.000 Schritten |
|---|---|
| Gesamtsterblichkeit | −47 % |
| Demenz | −38 % |
| Krebssterblichkeit | −37 % |
| Stürze | −28 % |
| Herz-Kreislauf-Erkrankungen | −25 % |
| Depressive Symptome | −22 % |
| Typ-2-Diabetes | −14 % |
Die Autoren nennen rund 7.000 Schritte als praktikables Ziel; darüber hinaus bringen 10.000 wenig Zusatznutzen. Eine ältere Untersuchung an über 16.000 älteren Frauen fand das Plateau sogar schon bei etwa 7.500 Schritten – und bereits 4.400 statt 2.700 Schritte waren mit 41 Prozent niedrigerer Sterblichkeit verbunden.
Zum vielen Sitzen: In einer Auswertung von über einer Million Menschen reichten 60 bis 75 Minuten moderate Bewegung täglich aus, um das erhöhte Sterberisiko bei mehr als acht Stunden Sitzen auszugleichen. Wichtig ist auch die WHO-Formulierung: Sitzzeit durch Aktivität jeder Intensität zu ersetzen – auch leichter – bringt Nutzen.
Ernährung
Die DGE hat ihre Empfehlungen 2024 überarbeitet. Die Kurzfassung mit Mengen:
| Lebensmittelgruppe | Orientierungswert |
|---|---|
| Obst und Gemüse | 5 Portionen à 110 g täglich, also rund 550 g |
| Getreide, Brot, Nudeln, Reis | 5 Portionen à 60 g täglich, mindestens ein Drittel Vollkorn |
| Nüsse und Samen | eine kleine Handvoll täglich, etwa 25 g |
| Hülsenfrüchte | mindestens einmal pro Woche, 125 g verzehrfertig |
| Milch und Milchprodukte | 2 Portionen täglich |
| Fisch | 1 bis 2 Portionen à 120 g pro Woche |
| Fleisch und Wurst | höchstens 300 g pro Woche |
| Getränke | rund 1,5 Liter täglich, am besten Wasser |
Eine Feinheit, die auffällt, wenn man beide DGE-Dokumente nebeneinanderlegt: Die 300 Gramm Fleisch und Wurst sind eine Obergrenze. Das Optimierungsmodell der DGE selbst landet mit ein bis zwei Fleischportionen à 120 Gramm plus zwei Scheiben Wurst bei etwa der Hälfte davon.
Die Rangfolge, die überrascht
Eine weltweite Modellrechnung schrieb 2017 rund elf Millionen Todesfälle Ernährungsfaktoren zu – jedem fünften Todesfall. Ganz oben stehen aber nicht Zucker, rotes Fleisch oder Transfette, sondern:
- zu viel Salz
- zu wenig Vollkorn
- zu wenig Obst
Diese drei zusammen machten mehr als die Hälfte aller ernährungsbedingten Todesfälle aus. Es sind die Mangelfaktoren, nicht die „Sünden“. Praktisch heißt das: Was fehlt, ist wichtiger als was zu viel ist.
Beim Körpergewicht ist die Aussage der deutschen Leitlinie nüchtern: Bereits fünf Prozent Gewichtsabnahme gelten als klinisch bedeutsame Schwelle und verbessern die Risikofaktoren messbar.
Wenn eine Umstellung ansteht: Unsere Stoffwechselkur ist gemüse- und eiweißbetont aufgebaut, der Bedarf wird individuell berechnet – und du wirst täglich persönlich begleitet.
Schlaf
Als Orientierung nennen Fachgremien 7 bis 9 Stunden für Erwachsene und 7 bis 8 ab 65 Jahren. Das ist Expertenkonsens, kein Studienergebnis.
Die viel zitierte U-Kurve stammt aus einer Auswertung von fast 1,4 Millionen Menschen: Kurzer Schlaf war mit einem um 12 Prozent, langer Schlaf mit einem um 30 Prozent höheren Sterberisiko verbunden. Daraus wird gern gefolgert, viel Schlaf sei ungesund. Die Autoren selbst sehen das anders: Langer Schlaf ist wahrscheinlich eher ein Anzeichen bestehender Erkrankungen als deren Ursache.
Eine Auswertung von fast 61.000 Menschen mit Bewegungssensoren verglich, was stärker mit der Sterblichkeit zusammenhängt: die Schlafdauer oder die Regelmäßigkeit von Schlaf- und Wachzeiten. Die Regelmäßigkeit war die bessere Vorhersage – und blieb es auch, wenn die Schlafdauer im Modell berücksichtigt wurde. Gleiche Zubettgeh- und Aufstehzeit ist damit möglicherweise wichtiger als die exakte Stundenzahl.
Bei anhaltenden Schlafproblemen ist die erste Wahl übrigens keine Tablette: Die deutsche S3-Leitlinie zur Insomnie von 2025 nennt die kognitive Verhaltenstherapie für Insomnie als Erstlinientherapie.

Alkohol: was sich geändert hat
Hier hat sich die Datenlage in den letzten Jahren tatsächlich gedreht – und die meisten Ratgeber sind noch auf dem alten Stand.
Jahrzehntelang galt moderater Konsum als leicht schützend. Der Grund für diesen Befund war ein methodisches Problem: Viele Studien verglichen Trinkende mit „Nicht-Trinkenden“ – und in dieser Gruppe waren überproportional viele ehemalige Trinker, die aus Krankheitsgründen aufgehört hatten. Die Abstinenzgruppe wirkte dadurch künstlich ungesund.
Eine Meta-Analyse von 107 Kohortenstudien mit 4,8 Millionen Menschen hat 2023 dafür korrigiert. Ergebnis: Im vollständig adjustierten Modell war geringer bis moderater Konsum nicht mehr signifikant mit niedrigerer Sterblichkeit verbunden. Ein signifikant erhöhtes Risiko zeigte sich bei Frauen ab etwa 25 Gramm Reinalkohol täglich, bei Männern ab etwa 45 Gramm.
Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat daraufhin im Oktober 2023 ihre Richtwerte für „risikoarmen Konsum“ – 24 Gramm täglich für Männer, 12 für Frauen – ersatzlos aufgegeben. Begründung: Schwellenwerte suggerieren fälschlich eine sichere Menge; die Beziehung zwischen Konsum und Risiko ist im Wesentlichen linear.
Was das heißt, sagen wir bewusst ohne erhobenen Zeigefinger: Die alte Faustregel „ein Glas Wein am Tag ist gesund“ hält der Datenlage nicht stand. Das bedeutet nicht, dass ein Glas Wein gefährlich ist – es bedeutet, dass es dafür kein Gesundheitsargument mehr gibt.
Der unterschätzte Faktor
In fast jeder Liste zum Thema stehen Ernährung, Bewegung, Schlaf und Stress. Was meist fehlt oder als Randnotiz auftaucht, hat eine der größten Effektgrößen des ganzen Feldes.
Eine Auswertung von 148 Studien mit über 308.000 Menschen fand für Menschen mit starken sozialen Beziehungen eine um 50 Prozent höhere Überlebenswahrscheinlichkeit. Je differenzierter die soziale Einbindung gemessen wurde, desto größer war der Zusammenhang. Die Autorinnen und Autoren ordnen die Größenordnung als vergleichbar mit etablierten Risikofaktoren ein.
Die WHO hat das Thema 2025 mit einem eigenen Bericht aufgegriffen: Einsamkeit und soziale Isolation sind demnach jährlich mit über 871.000 Todesfällen verbunden, und weltweit ist etwa jeder sechste Mensch betroffen.
Zum Thema Achtsamkeit noch eine ehrliche Einordnung: Eine Auswertung von 47 randomisierten Studien fand moderate Evidenz für Effekte bei Angst, Depression und Schmerz – die Effektstärken lagen bei 0,2 bis 0,4. Für positive Stimmung, Aufmerksamkeit, Essverhalten, Schlaf und Gewicht reichte die Evidenz nicht. Und ein Vorteil gegenüber Sport oder Entspannungsverfahren ließ sich nicht zeigen.
Vorsorge, Sonne, Trinken
Was die Kasse zahlt
| Untersuchung | Anspruch |
|---|---|
| Allgemeine Gesundheitsuntersuchung | zwischen 18 und 34 einmalig, ab 35 alle drei Jahre – ab 35 mit Blutzucker, Cholesterin und einmaligem Hepatitis-Screening |
| Ultraschall auf Bauchaortenaneurysma | Männer ab 65, einmalig |
| Zahnkontrolle | zweimal jährlich; Zahnstein einmal jährlich; Parodontitis-Screening alle zwei Jahre |
| Lungenkrebs-Früherkennung | neu seit April 2026: 50 bis 75 Jahre, ab 15 Packungsjahren, Niedrigdosis-CT alle zwölf Monate |
Sonne und Vitamin D
Neunzehn Organisationen, darunter Bundesamt für Strahlenschutz, RKI, DGE und DKFZ, haben sich auf eine gemeinsame Empfehlung geeinigt: Gesicht, Hände und Arme zwei- bis dreimal pro Woche unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne aussetzen – jeweils etwa die halbe Zeit, in der man sonst einen Sonnenbrand bekäme. Bei Hauttyp II und UV-Index 7 sind das rund zwölf Minuten. Solarien werden ausdrücklich abgelehnt.
Zur Nahrungsergänzung ist die Evidenz eindeutiger, als viele erwarten: In einer randomisierten Studie mit 25.871 Teilnehmenden über gut fünf Jahre senkten 2.000 Internationale Einheiten Vitamin D täglich die Frakturrate nicht – weder insgesamt noch bei Hüftfrakturen. Für Krebs und schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse fand dieselbe Studie ebenfalls keinen signifikanten Effekt. Das gilt für generell gesunde Menschen, ausdrücklich nicht für Personen mit nachgewiesenem schwerem Mangel oder Osteoporose.
Trinken – und warum sich die Zahlen scheinbar widersprechen
Die EFSA nennt 2,0 Liter täglich für Frauen und 2,5 für Männer, die DGE rund 1,5 Liter. Beides stimmt, weil beide etwas anderes messen: Die EFSA-Werte gelten für die Gesamtwasserzufuhr einschließlich des Wassers in fester Nahrung; die DGE nennt nur die Menge aus Getränken. Rechnet man 700 bis 900 Milliliter aus dem Essen und rund 300 Milliliter aus dem Stoffwechsel dazu, kommt man auf dieselbe Größenordnung.
Was überschätzt wird
| Beliebt | Was tatsächlich gilt |
|---|---|
| Detox und Entschlacken | Entgiftung leisten Leber und Nieren. Laut DGE gibt es im gesunden Körper keine Ansammlung von „Schlacken“. Der BGH hat 2017 entschieden, dass der Begriff für Lebensmittel unzulässig ist |
| Superfoods | Der Begriff ist nicht gesetzlich definiert und die versprochenen Effekte sind weitgehend unbelegt. Dokumentierte Probleme reichen von Pestizidrückständen bis zu Schwermetallen. Heimische Alternativen: dunkle Beeren statt Açaí, Leinsamen statt Chia, Grünkohl statt Spirulina |
| Nahrungsergänzung auf Verdacht | Ein Cochrane-Review mit 296.707 Teilnehmenden fand für Betacarotin und Vitamin E in den methodisch besten Studien eine erhöhte Sterblichkeit. Sinnvoll ist Supplementierung bei nachgewiesenem Bedarf – nicht pauschal |
| Basenkuren gegen Übersäuerung | Der pH-Wert des Blutes wird engmaschig reguliert; eine ernährungsbedingte „Übersäuerung“ des Körpers gibt es beim Gesunden nicht |
| 10.000 Schritte | Eine Marketingzahl von 1965. Der Nutzen flacht schon bei rund 7.000 Schritten deutlich ab |
| Acht Gläser Wasser | Es gibt keine Studienbasis für diese Regel. Maßgeblich sind die Referenzwerte oben – und ein guter Teil davon kommt aus dem Essen |

Vom Wissen zum Tun
Das eigentliche Problem ist selten mangelndes Wissen. Es ist auch nicht in erster Linie mangelnde Motivation: Eine mittelgroße Veränderung der Absicht führt in der Forschung nur zu einer Verhaltensänderung mit einer Effektstärke von etwa 0,36.
Was besser funktioniert, sind Wenn-dann-Pläne: Wenn Situation Y eintritt, dann tue ich Z. Über 94 Studien hinweg lag die Effektstärke auf die Zielerreichung bei 0,65 – besonders stark beim Problem, vom Kurs abzukommen. Speziell für Ernährung wirkt das Format beim Hinzufügen deutlich besser als beim Weglassen.
Zur Frage, wie lange es dauert: In der Referenzstudie waren es im Median 66 Tage, bis ein neues Verhalten automatisch ablief – bei einer Spanne von 18 bis 254 Tagen. Die 21-Tage-Regel geht auf eine Beobachtung von 1960 zurück, die sich auf die Gewöhnung an ein verändertes Selbstbild nach Operationen bezog, nicht auf Gewohnheiten. Ein ausgelassener Tag beeinträchtigte den Aufbau der Gewohnheit übrigens nicht messbar.
Die verbreitete Regel „immer nur eine Sache ändern“ ist schlechter belegt, als man denkt. Eine Auswertung von 61 Studien fand keinen klaren Unterschied zwischen gleichzeitigem und schrittweisem Vorgehen – die Effekte waren in beiden Fällen klein. Ehrlich ist deshalb: Nimm den Weg, den du dir zutraust, und plane ihn konkret.
Häufige Fragen
Was gehört zu einem gesunden Lebensstil?
Nach der größten Kohortenauswertung dazu vor allem fünf Dinge: nicht rauchen, ein gesundes Körpergewicht, mindestens 30 Minuten Bewegung täglich, eine gemüse- und vollkornbetonte Ernährung und wenig bis kein Alkohol. Dazu kommen zwei Faktoren, die in Listen oft fehlen: ausreichender und vor allem regelmäßiger Schlaf sowie stabile soziale Beziehungen.
Wie kann ich meine Gesundheit verbessern?
Am wirksamsten ist nicht mehr Wissen, sondern konkrete Planung. Wenn-dann-Pläne nach dem Muster „Wenn Situation Y eintritt, dann tue ich Z“ erhöhten die Zielerreichung über 94 Studien hinweg mit einer Effektstärke von 0,65 – während der reine Vorsatz nur auf etwa 0,36 kommt.
Wie viele Schritte am Tag sind gesund?
Rund 7.000. In der bislang breitesten Auswertung war die Gesamtsterblichkeit bei 7.000 gegenüber 2.000 Schritten täglich um 47 Prozent niedriger, und darüber hinaus bringen 10.000 Schritte wenig Zusatznutzen. Die Zahl 10.000 stammt ohnehin nicht aus der Forschung, sondern aus dem Namen eines japanischen Schrittzählers von 1965.
Ist ein Glas Wein am Tag gesund?
Nach heutigem Stand nicht. Eine Meta-Analyse von 107 Studien mit 4,8 Millionen Menschen fand nach Korrektur eines methodischen Fehlers keinen Schutzeffekt geringer Trinkmengen mehr. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen hat ihre Richtwerte für risikoarmen Konsum deshalb im Oktober 2023 ersatzlos aufgegeben.
Wie viel sollte man am Tag trinken?
Die DGE nennt rund 1,5 Liter aus Getränken, die EFSA 2,0 Liter für Frauen und 2,5 für Männer. Beides passt zusammen, weil die EFSA-Werte die Gesamtwasserzufuhr einschließlich des Wassers in fester Nahrung meinen. Die Regel „acht Gläser am Tag“ hat dagegen keine Studienbasis.
Sind Nahrungsergänzungsmittel für Gesunde sinnvoll?
Pauschal nicht. Ein Cochrane-Review mit 296.707 Teilnehmenden fand in den methodisch besten Studien für Betacarotin und Vitamin E sogar eine erhöhte Sterblichkeit. Auch für Vitamin D zeigte eine große randomisierte Studie bei generell gesunden Erwachsenen keinen Effekt auf Frakturen, Krebs oder Herz-Kreislauf-Ereignisse. Sinnvoll ist Ergänzung bei nachgewiesenem Bedarf.
Weiterlesen
- Ernährungsumstellung: wie lange sie dauert und wie du sie durchhältst
- Ballaststoffreiche Lebensmittel mit Tabelle
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- Schnell abnehmen: was realistisch ist und was wirkt
Quellen
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- Bundesamt für Strahlenschutz u. a.: Konsentierte Empfehlung zu UV-Exposition und Vitamin D, 29.03.2022. DGE: FAQ Vitamin D, Stand 30.09.2025. LeBoff MS et al.: Supplemental Vitamin D and Incident Fractures. N Engl J Med 2022;387:299–309. Manson JE et al. N Engl J Med 2019;380:33–44.
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Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein großer Teil der genannten Zahlen stammt aus Beobachtungsstudien; sie zeigen Zusammenhänge, keine Ursachen. Bei bestehenden Erkrankungen, bei Einnahme von Medikamenten sowie in Schwangerschaft und Stillzeit sprich bitte mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.







