Stoffwechselkur Vorbereitungstage: Was an den Schlemmertagen zählt - VitalBodyPLUS.de

Stoffwechselkur Vorbereitungstage: Was an den Schlemmertagen zählt

Wofür die zwei Vorbereitungstage da sind, was du essen sollst, warum Alkohol schon wegfällt und warum das Gewicht dabei steigen darf.

Die Vorbereitungstage sind zwei Tage vor der Diätphase, an denen bewusst reichhaltig gegessen wird. Es gibt keine Kalorienvorgabe und nichts zu tracken – erwünscht sind Fette und Kohlenhydrate, gern langkettige. Alkohol bleibt schon weg, die Produkte der Kur werden noch nicht eingenommen. Das Gewicht steigt an diesen Tagen, und das ist eingeplant.

Kaum ein Teil der Kur sorgt für so viel Verunsicherung wie ausgerechnet der, an dem man essen darf, worauf man Lust hat. In unseren Kurgruppen kommt die Frage „wofür sind die eigentlich?" vor jedem einzelnen Start neu. Hier steht, was dahintersteckt und wie du die zwei Tage sinnvoll nutzt.

Reichhaltige Mahlzeit mit Vollkornnudeln, Kartoffeln, Brot und Salat auf einem rustikalen Holztisch

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Tage, bewusst reichhaltig. Keine Kalorienvorgabe, kein Tracken.
  • Vorbereitungstage, Ladetage, Schlemmertage, Aufladetage meinen alle dasselbe – die Begriffe werden synonym verwendet.
  • Kein Alkohol, auch nicht an diesen Tagen.
  • Die Produkte werden noch nicht eingenommen – sie starten mit dem ersten Tag der Diätphase.
  • Das Gewicht steigt, teils deutlich. Das ist Wasser und Darminhalt, kein Fehlstart.
  • Nutze die Zeit für Einkauf, Vorkochen, Maße nehmen und den Kur Guide.

Ladetage, Schlemmertage, Vorbereitungstage

Alle drei Begriffe meinen dasselbe. Je nach Anbieter und Ratgeber heißen sie Ladetage, Aufladetage, Schlemmertage oder Vorbereitungstage. Bei uns heißen sie Schlemmertage – gemeint sind immer die zwei Tage direkt vor dem Start der Diätphase.

Die Begriffsverwirrung ist einer der häufigsten Gründe für Rückfragen bei uns, dicht gefolgt von der Frage, welcher Kalendertag denn nun zählt. Die Antwort ist simpel: die zwei vollen Tage vor deinem ersten Diätphasentag. Wer am Mittwoch startet, schlemmt Montag und Dienstag.

Wofür sie da sind

Sie haben zwei Funktionen. Erstens füllen sie vor der reduzierten Phase noch einmal die Speicher auf. Zweitens – und das ist in der Praxis der wichtigere Teil – sind sie ein psychologischer Schlussstrich.

Wer vorher noch einmal bewusst genießt, startet ohne das Gefühl, ihm sei etwas weggenommen worden. Das klingt nach einer Kleinigkeit und ist in unserer Erfahrung keine: Der Unterschied zwischen „ich habe mich verabschiedet" und „mir wurde etwas gestrichen" entscheidet erstaunlich oft darüber, wie die erste Woche läuft.

Zwischen zwei aufeinanderfolgenden Diätphasen erfüllen sie denselben Zweck – deshalb gehören sie auch dort dazu und werden nicht übersprungen. Zwischen Diätphase und Stabilisierungsphase gibt es dagegen keine Schlemmertage; die Stabilisierung schließt direkt an.

Und die Frage, die fast immer folgt: Nein, du kannst sie nicht weglassen. Sie sind Teil des Ablaufs – nachzulesen auf der Seite zum Ablauf der Stoffwechselkur.

Was und wie viel du essen sollst

Es gibt keine Kalorienvorgabe und nichts einzutragen. Iss, worauf du Lust hast, und bau bewusst Fette und Kohlenhydrate ein – gern langkettige wie Vollkornprodukte, Kartoffeln, Reis oder Nudeln. Übertreiben muss dabei niemand.

Das ist der Punkt, an dem die meisten unsicher werden: „Darf ich wirklich alles?" Ja. Und gleichzeitig gilt: Es ist kein Wettbewerb. Wer zwei Tage lang isst, bis ihm schlecht ist, hat nichts gewonnen – in unseren Gruppen berichten Teilnehmerinnen regelmäßig von Übelkeit oder einem „Stein im Bauch" nach einem großen Buffet.

Die „clean" gehaltene Variante ist ausdrücklich erlaubt. Wenn dir nicht nach Pizza und Kuchen ist, nimm kalorienhaltige, aber unverarbeitete Lebensmittel: Vollkornnudeln, Kartoffeln, Reis, Nüsse, Avocado, gute Öle, Käse, Vollmilchprodukte. Der Zweck ist derselbe.

Eine Beobachtung, die viele überrascht: Nicht wenige berichten hinterher, dass sie das, worauf sie sich vorher gefreut hatten, gar nicht mehr richtig genießen konnten. Das ist ein gutes Zeichen – und ein Hinweis darauf, wie viel von dem, was wir essen, Gewohnheit ist und nicht Appetit.

Warum Alkohol schon wegfällt

Alkohol bleibt auch an den Schlemmertagen weg. Der Grund ist weniger stofflicher Natur als eine Frage der Konsequenz: Wer hier eine Ausnahme macht, macht sie in der Diätphase leichter wieder.

Diese Frage kommt in praktisch jeder Gruppe, meistens mit dem Zusatz „nur ein Glas Wein zum Abschied". Unsere Antwort bleibt gleich, und sie ist bewusst keine moralische: Die zwei Tage funktionieren als Schlussstrich am besten, wenn die Regel schon steht. Alles andere verschiebt die Entscheidung nur auf Tag drei.

Die Angst vor der Zunahme

Ja, das Gewicht steigt an diesen Tagen – bei manchen deutlich. Das ist eingeplant und praktisch vollständig Wasser und Darminhalt, kein Fettaufbau. In den ersten Tagen der Diätphase verschwindet es wieder.

Der Mechanismus dahinter: Jedes Gramm gespeichertes Glykogen bindet Wasser. Wer zwei Tage lang reichlich Kohlenhydrate isst, füllt diese Speicher – und das Wasser kommt mit. Genau derselbe Effekt läuft rückwärts, wenn die Diätphase beginnt, und erklärt, warum die erste Woche auf der Waage so deutlich ausfällt.

Der praktische Rat: An den Schlemmertagen nicht wiegen. Es gibt nichts zu messen, und die Zahl verunsichert nur. Warum das Gewicht generell so unruhig ist, steht unter die Waage steht still, was jetzt?

Was du an diesen zwei Tagen erledigst

Die Schlemmertage sind gleichzeitig deine Vorbereitungszeit. Diese fünf Punkte gehören hinein:

  1. Kur Guide vollständig lesen. Vor allem die Lebensmittelliste für die Diätphase. Wer weiß, was erlaubt ist, muss im Supermarkt nicht raten.
  2. Einkaufen. Für die erste Woche komplett – die Woche, in der Improvisieren am teuersten wird. Was in den Wagen gehört, steht unter Stoffwechselkur Einkaufsliste.
  3. Vorkochen. Zwei Kochtage decken in der Praxis eine ganze Woche ab.
  4. Maße nehmen. Gewicht, Taille, Hüfte, Oberschenkel – und in die Kontrolltabelle im Kur Guide eintragen. Wenn die Waage später einmal stehen bleibt, sind die Umfänge dein einziger belastbarer Fortschrittsnachweis.
  5. Ein Vorher-Foto machen. Freiwillig, und niemand muss es jemandem zeigen. Erfahrungsgemäß sind später fast alle froh darüber.

Und ein sechster Punkt, der nichts kostet: die Küche ausräumen. Was nicht da ist, isst man abends auch nicht.

Wenn der Termin nicht passt

Verschieben ist unkompliziert und in der Betreuung jederzeit machbar. Ein Geburtstag, ein verspätetes Paket, ein Infekt – all das ist ein guter Grund, den Start zu verlegen, statt halbherzig anzufangen.

Was in der Praxis vorkommt und funktioniert:

  • Schlemmertage vorziehen oder verschieben, wenn ein Termin dazwischenliegt.
  • Die Diätphase um ein paar Tage verlängern, wenn ein Wochenende dazwischenkommt.
  • Bei nur kurzer Verlängerung reicht in der Regel ein einzelner Schlemmertag statt zwei.
  • Bei Krankheit: gar nicht erst starten. Erst gesund werden, dann anfangen.

Was wir dagegen nicht empfehlen, ist der Start in einer Woche mit Feier, Urlaub oder Umzug. Die ersten sieben Tage sind erfahrungsgemäß die intensivsten – die legt man sich nicht ausgerechnet auf die volle Woche.

Fragen vor dem Start?
Zu jeder VitalBody+ Stoffwechselkur gehört eine zertifizierte Ernährungsberaterin, mit der du sieben Tage die Woche per WhatsApp schreibst – auch schon vor Tag eins. Dazu ein individuell berechneter Plan und der Kur Guide mit über 300 Rezepten.

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Häufige Fragen

Was sind Schlemmertage bei der Stoffwechselkur?

Zwei Tage direkt vor der Diätphase, an denen bewusst reichhaltig gegessen wird. Es gibt keine Kalorienvorgabe und nichts zu tracken. Andere Bezeichnungen dafür sind Ladetage, Aufladetage oder Vorbereitungstage – gemeint ist dasselbe.

Kann ich die Vorbereitungstage weglassen?

Nein, sie gehören zum Ablauf. Sie füllen vor der reduzierten Phase die Speicher auf und wirken als bewusster Schlussstrich. Wer sie überspringt, startet erfahrungsgemäß mit mehr Verzichtsgefühl in die erste Woche.

Muss ich an den Schlemmertagen wirklich viel essen?

Reichhaltig ja, übertreiben nein. Wer isst, bis ihm schlecht ist, hat nichts gewonnen. Eine bewusst „clean" gehaltene Variante mit kalorienhaltigen, aber unverarbeiteten Lebensmitteln erfüllt denselben Zweck.

Darf ich an den Vorbereitungstagen Alkohol trinken?

Nein. Alkohol bleibt auch an diesen Tagen weg. Der Grund ist vor allem die Konsequenz: Wer hier eine Ausnahme macht, macht sie in der Diätphase leichter wieder.

Nehme ich an den Schlemmertagen zu?

Das Gewicht steigt, teils deutlich – überwiegend durch Wasser, das der Körper zusammen mit den Kohlenhydraten einlagert, und durch Darminhalt. In den ersten Tagen der Diätphase verschwindet es wieder. Am besten an diesen Tagen gar nicht wiegen.

Nehme ich die Produkte an den Schlemmertagen schon ein?

Nein, die Produkte starten mit dem ersten Tag der Diätphase. Wann welches Produkt eingenommen wird, steht im Kur Guide, der dem Paket beiliegt.

Was ist, wenn mein Paket später kommt als geplant?

Dann verschiebst du den Start. Das ist völlig unkompliziert und in der Betreuung jederzeit machbar. Halbherzig anzufangen, weil ein Datum im Kopf stand, ist der schlechtere Weg.

Fazit

Die zwei Vorbereitungstage sind der am meisten unterschätzte Teil des Ablaufs. Sie sind kein Freifahrtschein und keine Pflichtübung, sondern ein bewusster Übergang – plus zwei Tage Zeit, um einzukaufen, vorzukochen und die Ausgangswerte festzuhalten. Wer sie so nutzt, startet deutlich entspannter in die erste Woche.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konkrete Mengen und der Ablauf der Produkteinnahme werden individuell festgelegt und stehen im Kur Guide. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Bei bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sprich vor Beginn einer kalorienreduzierten Ernährung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.