Das Schlafhormon Melatonin: Ein Überblick

Das Schlafhormon Melatonin steuert unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Wenn dieses bei Dunkelheit ausgeschüttet wird, werden wir müde und schlafen schließlich ein. Doch es soll nicht nur als Hilfe beim Einschlafen dienen. Handelt es sich dabei um ein Hormon mit mehr Potenzial?

Was ist Melatonin und welche Aufgaben erfüllt es?

Entdeckt wurde das Hormon 1958 von einem US-Dermatologen, nach welchem dieses auch benannt wurde. Seit dem steht es im Fokus der Wissenschaft und ist auch für die Pharmaindustrie sowie die Branche der Lebensmittelergänzungen interessant.

Kein Wunder, schließlich ist es für die Regulation unserer Wach- und Schlafzeiten zuständig, was natürlich essenziell ist. Durch das Schlafhormon werden wir abends müde, kommen zur Ruhe und schlafen schließlich ein.

Frau hat guten Schlaf
© adobestock

Auf der Rückseite unseres Mittelhirns befindet sich die sogenannte Zirbeldrüse. Diese ist sehr klein, hat es aber in sich, denn dort wird das Melatonin aus dem Hormon Serotonin hergestellt. Wenn es hell ist und die Sonne scheint, wir also Lichteinflüssen ausgesetzt sind, wird die Bildung des Hormons unterdrückt. Wird es dann aber dunkel, kommt die Produktion von Melatonin in Gang.

Durch diesen Faktor wird eine Art Kettenreaktion ausgelöst. Nun werden auch andere Körperzellen davon in Kenntnis gesetzt, dass es dunkel ist und geschlafen werden sollte. Dadurch erhält dein Körper nach und nach das Signal, sich auf die Nachtruhe einzustellen.

Ergo, du wirst müde und schläfrig. Somit steuert Melatonin unseren Schlafrhythmus. Auch für den Schlaf an sich soll es eine Rolle spielen. Zum einen verkürzt das Hormon die Einschlafzeit und es hilft uns auch dabei, besser zu schlafen.

Studien haben ergeben, dass wir besser schlafen, wenn der Melatoninspiegel nachts konstant hoch ist. Wie du siehst, hat das Hormon eine ganze Menge Verantwortung im Körper. Schließlich ist ein gesunder Schlaf für Körper, Geist und Seele sehr wichtig.

Was passiert, wenn der Melatonin-Haushalt gestört ist?

Zunächst einmal sei darauf hingewiesen, dass Störungen des Melatonin-Haushalts sehr häufig vorkommen. Faktoren, wie die Zeitumstellung, Schichtdienst oder lange Reisen und der damit einhergehende Jetlag werden zum Beispiel mit einer Störung des Melatonin-Haushalts in Verbindung gebracht.

Wenn der Melatoninspiegel zu niedrig ist, führt das meist zu Schlafproblemen und schließlich zu Schlafstörungen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Jahreszeitenwechsel. Im Winter wird es früh dunkel und die Sonne ist nur selten zu sehen.

Vitamin D Mangel durch Schlaflosigkeit
© amenic181

Viele Menschen leiden dann unter dem sogenannten Winterblues beziehungsweise einer saisonalen Depression. Diese äußert sich in folgenden Symptomen:

  • Müdigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Schlafstörungen
  • gedrückte Stimmung
  • schlechte Laune

Da es tagsüber oft trüb und grau ist, bleibt der Melatoninspiegel eher oben und das führt zu einer höheren Müdigkeit. Ob es sinnvoll ist, im Winter einfach zusätzlich Melatonin zuzuführen, ist noch umstritten.

Kommt Melatonin in Lebensmitteln vor?

Melatonin ist kein rein menschliches Phänomen. Es kommt zum Beispiel auch in Lebensmitteln vor. Das wissen tatsächlich die Wenigsten. Laut einiger Studien kann der Körper beim Verzehr dieser Lebensmittel davon profitieren und zum Beispiel dabei helfen, besser zu schlafen.

Doch bisher gibt es noch nicht genügend klinische Untersuchungen, um die genauen Auswirkungen auf den menschlichen Körper zu beurteilen. Dennoch kannst du es mal ausprobieren und dir zum Abendessen eine extra Portion Melatonin einverleiben.

In diesen Lebensmitteln steckt das Schlafhormon:

  • Milch (heiße Milch mit Honig ist bekannt als Schlummertrunk)
  • Tomaten
  • Nüsse
  • Paprika
  • Pilze
  • Mais
  • Reis
  • Beeren (vor allem Erdbeeren und Cranberrys)
  • Kirschen

Ob du durch den Verzehr dieser Lebensmittel allerdings wirklich besser schlafen kannst, ist nicht wissenschaftlich bestätigt.

Wie lässt sich noch Melatonin aufnehmen?

In Amerika gilt das Hormon schon längst als absolutes Wundermittel und ist Bestandteil in Nahrungsergänzungsmitteln. Allerdings wird es weniger zur Hilfe beim Einschlafen eingenommen oder um den Jetlag in den Griff zu bekommen. Viele Menschen sind von der Anti-Aging-Wirkung oder den günstigen Effekten auf die Fettverbrennung überzeugt.

Doktor und Patient unterhalten sich über Nahrungsergänzungsmittel
© stevanovicigor

Auch als Vorbeugung gegen Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen soll es dienen. Mittlerweile ist der Hype um Melatonin auch in Deutschland angekommen. Doch nach wie vor gilt: Es mangelt derzeit noch an Studien und wissenschaftlichen Erkenntnissen, ob Melatonin als Nahrungsergänzungsmittel wirklich sinnvoll ist.

Deshalb ist es hierzulande auch nur auf Rezept erhältlich und wird als Arzneimittel verkauft. Verschrieben wird es unter anderem Patienten, die unter Schlafstörungen oder einer schlechten Schlafqualität leiden. Denkst du, dass das auch dir helfen könnte, kannst du dich an deinen Arzt wenden.

Welche Nebenwirkungen hat Melatonin?

Es soll dabei helfen, besser zu schlafen. Doch, wie viele andere Medikamente kann Melatonin ein paar Nebenwirkungen haben. Im Allgemeinen gilt die Einnahme aber als gut verträglich.

Eine mögliche Nebenwirkung ist zum Beispiel eine Abhängigkeit, vor allem bei einer längeren Einnahme. Das gilt aber für einige Schlafmittel. Unverträglichkeiten könnten sich zum Beispiel in:

  • Kopfschmerzen
  • Unkonzentriertheit
  • innerer Unruhe zeigen

Auch eine erhöhte Schläfrigkeit kann auftreten. Einen entscheidenden Faktor scheint vor allem die Dosis zu spielen. Eine zu hohe Dosis an Melatonin kann zu ernsten Nebenwirkungen kommen, daher solltest du dich gut von deinem Hausarzt beraten lassen und in enger Absprache mit ihm bleiben.

Müder Geschäftsmann mit Kopfschmerzen
© tommyandone

Doch Vorsicht: Für Kinder und Jugendliche sowie schwangere und stillende Frauen ist die Einnahme nicht geeignet.

Mit Melatonin abnehmen?

Melatonin gilt schon lange nicht mehr nur als Mittel, um besser schlafen zu können. Auch beim Abnehmen soll es helfen. Die Vermutung rührt daher, da das Hormon einen Einfluss auf bestimmte Stoffwechselvorgänge hat. Allerdings ist das nur eine Vermutung, wissenschaftlich bestätigt, ist das Ganze noch nicht.

Im Rahmen einer Studie wurde aber festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen braunem Fett und Melatonin gibt. Braunes Fett verbrennt besonders viele Kalorien und so könnte man annehmen, dass sich mit Melatonin auch besser abnehmen lässt.

Um effektiv abnehmen zu können, solltest du auf eine gesunde Ernährung und Sport setzen. Vor allem eine ausreichende Eiweißzufuhr ist wichtig.

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Fazit

Melatonin wird auch als Schlafhormon bezeichnet, denn es regelt unseren Tag-Nacht-Rhythmus. Durch Melatonin können wir besser schlafen, das gilt sowohl für das Ein- als auch das Durchschlafen.

Ob es allerdings Sinn macht, dem Körper zusätzlich Melatonin zuzuführen, ist umstritten und nicht ausreichend erforscht. Als Behandlung von Schlafstörungen und Hilfe beim Einschlafen kommt Melatonin zum Einsatz, es handelt sich dabei aber um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel.

Auch in rezeptfreien Nahrungsergänzungsmitteln kommt Melatonin vor. Hier wird sich unterstützender Effekt beim Abnehmen versprochen. Allerdings ist auch diese Tatsache noch nicht ausreichend erforscht.

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