Haarpflege: 7 Mythen auf die du nicht mehr reinfällst

Um kaum ein Thema ranken sich mehr Mythen als um die Haarpflege. Wir kaufen unzählige Produkte, wissen aber eigentlich recht wenig über unsere Haare. Für dich bringen wir etwas Licht ins Dunkel und haben fünf Mythen zur Haarpflege aufgedeckt.

Die Sache mit der Haarpflege

Vor allem Frauen aber auch immer mehr Männer legen viel Wert auf gepflegte und gesunde Haare. Das ist auch kein Wunder, die Haare sind bei uns Menschen sehr präsent und werden von anderen auch gerne mal genauer in Augenschein genommen. Dir fällt bestimmt auch auf, wenn ein Mensch besonders schöne Haare hat, ebenso, wenn sie sehr ungepflegt aussehen. So ist es kein Wunder, dass sich die Regale mit den Produkten zur Haarpflege nahezu biegen.

Es kommen immer wieder neue Produkte auf den Markt, die eine noch intensivere und bessere Haarpflege versprechen. Was wir uns heute alles in die Haare geben können, ist schon beachtlich. Natürlich musst du nicht alle Produkte zur Haarpflege verwenden, es kommt vor allem auf deine Haarstruktur und deinen Haartyp an, wie pflegebedürftig es ist.

Fakt ist, du kannst dein Haar auch überpflegen und mit den ganzen Produkten das Gegenteil wirken und es stressen und strapazieren. Wissenschaftler und Friseure streiten sich seit vielen Jahren über die optimale Haarpflege. Über die Medien und auch die sozialen Netzwerke geraten dann immer mehr falsche Fakten und Halbwissen in Umlauf, sodass es mittlerweile eine ganze Reihe an Mythen über die Haarpflege gibt. Wir haben im Folgenden sieben davon aufgedeckt.

Leidest du außerdem an trockenen Lippen und weißt nicht wie du mit ihnen umgehen kannst? In diesem Blogartikel stellen wir dir 5 Tipps vor, die wirklich helfen.

Haare werden vom Friseur geschnitten
© micens

Die Haare bloß nicht föhnen, dadurch gehen sie kaputt

Immer wieder wird vor dem Haare Föhnen gewarnt. Durch die Hitze werden die Haare trocken und gehen kaputt. Es ist deutlich gesünder für die Haare, sie an der Luft trocknen zu lassen. An dieser Aussage ist tatsächlich etwas dran, weshalb wir sie nicht als Mythos bezeichnen, sondern als Halbwahrheit verbuchen. In der Tat ist es keine gute Idee, den Föhn zu nah an die Haare zu halten und ihn dabei noch auf die höchste Stufe zu stellen.

Zu viel Hitze schadet den Zellen der Haarfasern, sodass die Haarstruktur brüchig und schwach werden kann. Trotzdem stimmt es nicht, dass nur Lufttrocknen richtig ist. Vor allem, wenn du von nassen Haaren, die an der Luft trocknen schnell Kopfschmerzen bekommst, darfst du bitte den Föhn zur Hand nehmen. Natürlich solltest du deine Gesundheit niemals unter die Haarpflege stellen. Zudem ist auch das Lufttrocknen für die Haare nicht sonderlich gut.

Dadurch, dass das Wasser einen leicht erhöhten pH-Wert hat, kann es die Haare stumpf und matt aussehen lassen, wenn sie wieder trocken sind. Hier solltest du dann mit einem Pflegeprodukt vorbeugen. Entscheidest du dich deine Haare zu Föhnen, ist das bei mittlerer Hitze und genügend Abstand zu den Haaren absolut unbedenklich. Das dauert etwas länger, schadet aber deinen Haaren nicht.

Spliss lässt sich mit den richtigen Haarpflege-Produkten reparieren

Immer wieder sieht man Produkte zur Haarpflege, die Spliss reparieren sollen. Spliss ist vorhanden, wenn die Haarenden kaputt sind. Dass es hier eine Haarpflege gibt, welche diese kaputten Haarenden einfach wieder ganz machen kann, ist schlichtweg eine Lüge. Keine Kur, kein Spray und kein Shampoo können diesen Haarschaden wieder Wett machen. In diesem Fall hilft nur die Schere, die Spitzen müssen bis zum gesunden Haar abgeschnitten werden.

In der Werbung oder im Internet sind spezielle Seren oder Tinkturen zu sehen, welche die Haarspitzen versiegen sollen. Eventuell mag das zur Vorbeugung von Spliss helfen, doch nicht zur Reparatur. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Haar, welches von vorn geöffnet ist und sich in seiner Spitze teilt, nicht mehr zu reparieren beziehungsweise zu verschließen ist. Ein Haar besteht aus feinen Fasern, die man nicht einfach wieder zusammenkleben kann.

Das ist leider ein Fakt, hier kommt die Haarpflege an ihre Grenzen. Nehme also Abstand von den vermeintlichen Wundermitteln, die meist auch sehr teuer sind und besuche lieber regelmäßig deinen Friseur und lass dir die Spitzen verschneiden. Nach dem Waschen oder auch in das trockene Haar kannst du etwas Öl geben. Einfach ein paar Tropfen in die Spitzen einarbeiten, das stärkt diese etwas und macht sie geschmeidiger. Spliss entsteht vor allem dann, wenn die Haare zu trocken sind.

Gesunde Haare entstehen übrigens auch von innen heraus. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist wichtig, wenn du glänzendes und schönes Haar haben möchtest. An dieser Stelle möchten wir dir unser GRAPE+C empfehlen. Dieses enthält unter anderem OPC-reiches Traubenkernextrakt, welcher deinem Körper wichtige Antioxidantien liefert. Somit kann es ebenso dem Haarausfall entgegenwirken.

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Die Haare nicht zu oft kämmen, das schadet ihnen

Auch bei diesem Thema der Haarpflege mag man sich nicht so richtig einig werden. Fakt ist, es kommt sehr stark darauf an, womit du deine Haare kämmst. Bürsten mit rauen Borsten, die womöglich schon stark abgenutzt oder kaputt sind, schaden den Haaren natürlich. Auch Kammzinken sind nicht besonders gut, da sie der Haaroberfläche ebenfalls schaden.

Die Konsequenz ist, dass die Haare dann rau und stumpf aussehen, im schlimmsten Fall brechen sie sogar ab. Trotzdem ist regelmäßiges Haare kämmen notwendig. Zum einen möchten wir nicht vollkommen zerzaust auf dem Kopf aussehen, zum anderen beugt es trockenen Spitzen vor. Der Talg auf der Kopfhaut gelangt durch das Bürsten in die gesamten Haare, auch in die Spitzen. Das ist wie eine natürliche Haarpflege, welche die Haare mit Feuchtigkeit versorgt.

Auch für verknotete und kaputte Strähnen ist das Kämmen wichtig. Diese sind besonders prädestiniert abzubrechen und müssen deshalb entwirrt und mit Feuchtigkeit versorgt werden. Doch was ist nun die Quintessenz? Bürsten schadet per se erst mal nicht den Haaren, es ist wichtig, dass du hier ein Mittelmaß findest. Bürste deine Haare am besten schön langsam und vorsichtig.

Sich einmal am Tag die Haare zu kämmen, kann auch etwas Entspannendes und Rituelles haben. Konzentriere dich dabei einmal nur auf das Bürsten, wie fühlt es sich an, wie fühlen sich deine Haare an? Achtsamkeit nennt sich das, es geht dabei im Hier und Jetzt zu sein und sich nur auf das zu konzentrieren, was gerade aktuell ist.

Das kann auch die Haarpflege sein. Benutze am besten eine Bürste mit Naturborsten, die sind besonders weich und sanft zu den Haaren. Vor allem morgens solltest du deine Haare kämmen, denn nachts bildet sich Talg auf der Kopfhaut, den du dann morgens mit dem Kämmen in die Längen und Spitzen verteilst. Das macht deine Haare ganz ohne Haarpflege geschmeidig und glänzend.

Je länger die Haarpflege einwirkt, desto wirkungsvoller ist sie

Seine Haarpflege sollte man schon eine gewisse Zeit einwirken lassen, damit sie auch ein optimales Ergebnis erzielt. Doch werden die Haare dann automatisch geschmeidiger und gesünder, wenn man die Produkte länger als angegeben einwirken lässt? Rein von der Logik her müsste das so sein. Ist es aber nicht!

Mehr als ihre volle Wirkung können sie nicht entfalten, da ändert auch der Faktor Zeit nichts. In der Regel braucht eine Haarpflege etwa fünf Minuten, bis sie voll wirken kann. Danach kannst du sie bedenkenlos und vor allem gründlich auswaschen. Im Zweifelsfall hältst du dich einfach an die Einwirkzeit, welche auf der Verpackung deiner Haarpflege angegeben ist.

Friseur berät Frau zu Haarpflege Produkten
© gpointstudio

Kaltes Wasser ist gut für die Haare

Ein Überguss mit kaltem Wasser zum Ende der Haarwäsche, das ist ein altes Hausmittel für glänzende Haare. Frag einmal deine Eltern oder Großeltern, die werden das bestimmt kennen. Doch welches Prinzip soll dahinterstecken? Durch das Waschen raust du die Hornschicht der Haare auf und das lässt sie etwas stumpfer aussehen. Indem du sie mit eiskaltem Wasser übergießt, wird die Hornschicht wieder geschlossen.

Doch leider handelt es sich auch hier um einen Mythos der Haarpflege. Kaltes Wasser schließt die Haaroberfläche nicht, das Haar glänzt dadurch weder, noch wird es stärker. Allerdings ist es ratsam, sich die Haare mit lauwarmen, statt mit heißem Wasser zu waschen.

Haare wachsen nach dem Schneiden schneller nach

Auch diesen Mythos kennen wir alle und auch er ist falsch. Wenn du deine Haare regelmäßig abschneidest, wachsen sie nicht automatisch schneller nach. Das ist übrigens auch nicht beim Rasieren der Fall, die Haare können dann nur dicker nachwachsen.

Dennoch solltest du nicht darauf verzichten mindestens zweimal im Jahr zum Friseur zu gehen. Für deine Haarspitzen ist der Ansatz der Schere nämlich wichtig, damit diese nicht kaputtgehen und abbrechen. Auch das gehört zur Haarpflege dazu.

Vor dem Schwimmen immer die Haare abduschen

Schwimmen ist gut für den Körper und die Fitness, nur die Haare freuen sich weniger darüber. Vor allem chlor- und salziges Meerwasser mögen sie nicht. Danach sind sie stumpf und strohig. Angeblich soll es helfen, wenn man sich die Haare vor dem Schwimmen abduscht.

Durch die bereits nasse Struktur nehmen sie dann weniger von dem Salz oder Chlor auf. Auch das stimmt nicht. Es ändert überhaupt nichts daran, ob du mit nassen oder trockenen Haaren schwimmst, danach ist eine ordentliche Portion Haarpflege wichtig.

Frau duscht im Schwimmbad
© prostooleh

Fazit

Wie du siehst, gibt es einige Mythen rund um das Thema Haarpflege und das war nur ein kleiner Auszug. Manche von ihnen haben sich so etabliert, dass wir sie alle kennen und auch dementsprechend unsere Haarpflege umsetzen. Doch auf diese sieben Mythen wirst du ab jetzt nicht mehr hereinfallen.

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