Der Ablauf besteht aus zwei Vorbereitungstagen und drei Schritten: der Diätphase über 30, 60 oder 90 Tage, der anschließenden Stabilisierungsphase über rund 30 Tage und dem Halten im Alltag. In der Diätphase isst du eiweißbetont und ersetzt eine Mahlzeit am Tag durch einen Mahlzeitenersatz. Die Stabilisierung führt Menge, Kohlenhydrate und Fette schrittweise zurück.
Die meisten Fragen, die uns in den ersten Tagen erreichen, drehen sich nicht um einzelne Lebensmittel, sondern um die Reihenfolge: Was kommt wann, und woran merke ich, dass ein Abschnitt zu Ende ist? Genau darum geht es hier.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei Vorbereitungstage vor dem Start: bewusst reichhaltig essen, einkaufen, vorkochen, Maße nehmen.
- Schritt 1 – Diätphase: 30, 60 oder 90 Tage, eiweißbetont, ein Mahlzeitenersatz ersetzt eine Mahlzeit am Tag.
- Schritt 2 – Stabilisierungsphase: rund 30 Tage, Menge schrittweise anheben, Kohlenhydrate und Fette kontrolliert zurückholen.
- Schritt 3 – Halten: dauerhaft, ohne Enddatum. Wöchentlich wiegen, bewegen, Eiweißzufuhr hochhalten.
- Die Kur arbeitet hormonfrei. Es gehören keine Hormone und keine Globuli dazu.
- Die Menge, die zu dir passt, wird individuell bestimmt – es gibt keine feste Kalorienzahl für alle.
- Die Ernährungsberatung ist inklusive, in der Kur ebenso wie im Stabilisierungspaket.
Inhaltsverzeichnis
Stoffwechseldiät oder Stoffwechselkur?
Beides meint bei uns dasselbe Programm. Wir haben es jahrelang „unsere Stoffwechseldiät" genannt und führen es heute meist unter dem Namen Stoffwechselkur. Der Ablauf, die Phasen und die Dauer sind unverändert – nur der gebräuchlichere Name hat sich durchgesetzt.
Wenn du also an anderer Stelle auf unserer Seite von der Stoffwechselkur liest, ist genau das gemeint, was hier beschrieben wird. Warum es diesen Begriff überhaupt in zwei Lesarten gibt und was andere Anbieter darunter verstehen, steht ausführlich auf unserer Seite zur Stoffwechseldiät. Den vollständigen Überblick über das Programm findest du im Stoffwechselkur-Ratgeber.
Ein Punkt, der früher anders stand und heute klar geregelt ist: Unsere Kur arbeitet hormonfrei. Weder Hormone noch homöopathische Globuli sind Bestandteil, Option oder Empfehlung. Warum wir das so entschieden haben, steht unter Stoffwechselkur ohne hCG.
Der Ablauf im Überblick
Vier Abschnitte, von denen drei ein Enddatum haben und einer keins. Das ist die ganze Struktur.
| Abschnitt | Dauer | Worum es geht |
|---|---|---|
| Vorbereitung | 2 Tage | Bewusst reichhaltig essen, einkaufen, vorkochen, Maße nehmen |
| Diätphase | 30, 60 oder 90 Tage | Eiweißbetont essen, ein Mahlzeitenersatz ersetzt eine Mahlzeit am Tag |
| Stabilisierungsphase | rund 30 Tage | Menge schrittweise anheben, Kohlenhydrate und Fette kontrolliert zurückholen |
| Halten | dauerhaft | Wöchentlich wiegen, bewegen, Eiweißzufuhr hochhalten |
Wie lang die Diätphase sein soll, entscheidest du vor dem Start. Die Stabilisierungsphase kommt in jedem Fall dazu – sie ist über das separate Stabilisierungspaket erhältlich. Welche Länge zu welcher Ausgangslage passt, haben wir unter 30, 60 oder 90 Tage gegenübergestellt.
Davor: die zwei Vorbereitungstage
Zwei Tage, an denen du bewusst reichhaltig isst und alles Organisatorische erledigst. Sie sind kein Countdown und kein Abschied, sondern schlicht der Teil, in dem du dir die Startbedingungen schaffst: Einkauf erledigt, erste Mahlzeiten vorgekocht, Ausgangswerte notiert.
Der praktische Nutzen liegt in der Vorbereitung selbst. Wer am Morgen des ersten Diättags feststellt, dass nichts Passendes im Kühlschrank liegt, startet mit einem unnötigen Handicap. Deshalb gehören in diese zwei Tage:
- Der Einkauf für die erste Woche. Eine sortierte Liste steht in unserer Stoffwechselkur Einkaufsliste.
- Zwei, drei vorgekochte Portionen für die Tage, an denen es abends schnell gehen muss.
- Die Ausgangswerte: Gewicht am Morgen, dazu Umfänge an Taille, Hüfte und Oberschenkel. Die Umfänge sind später oft die aussagekräftigere Information als die Waage.
- Ein Blick in den Kurguide, damit du weißt, wo was steht, bevor du es brauchst.
Essen darfst du in diesen zwei Tagen bewusst reichhaltig – das ist Teil des Konzepts und nicht der letzte erlaubte Ausrutscher. Auf Alkohol verzichtest du schon jetzt. Mehr dazu steht unter Die Vorbereitungstage.
Schritt 1: die Diätphase
Der längste Abschnitt und der, an den die meisten denken, wenn sie „Kur" sagen. Er dauert 30, 60 oder 90 Tage. Eine Mahlzeit am Tag wird durch einen Mahlzeitenersatz ersetzt, die übrigen Mahlzeiten sind eiweißbetont und kommen aus normalen Lebensmitteln.
Der Aufbau eines Tages ist bewusst einfach gehalten, weil einfach durchhaltbar ist. Der DailyShake ersetzt eine Mahlzeit – welche, entscheidest du. Viele nehmen ihn morgens, weil der Morgen der Zeitpunkt ist, an dem am wenigsten Zeit da ist. Andere setzen ihn abends ein, wenn tagsüber ohnehin gekocht wird.
Die beiden anderen Mahlzeiten bestehen aus dem, was du auch sonst isst – nur anders gewichtet. Magere Eiweißquellen bilden die Basis, Gemüse macht die Menge, Fett und Kohlenhydrate treten in dieser Phase in den Hintergrund. Eiweiß trägt laut zugelassener Angabe zur Erhaltung von Muskelmasse bei, und genau darum geht es in einer Phase mit reduzierter Zufuhr.
Wie viel für dich passt, hängt von deiner Ausgangslage ab und wird individuell bestimmt – deshalb steht hier bewusst keine Zahl, die für alle gelten soll. Die Grundlagen dazu stehen unter Grundumsatz und Gesamtumsatz.
Was in dieser Phase gut funktioniert
Mageres Eiweiß als Ausgangspunkt jeder Mahlzeit: Hähnchen- und Putenbrust, magerer Fisch, Eiweiß vom Ei, Magerquark, Hülsenfrüchte in Maßen, Tofu und Tempeh für die pflanzliche Variante.
Gemüse als Mengenmacher: Brokkoli, Zucchini, Paprika, Blattsalate, Gurke, Spargel, Kohl – alles, was viel Volumen bei wenig Energie liefert.
Obst mit wenig Zucker: Beeren, Kiwi, Papaya, Birne.
Trinken: Wasser und ungesüßter Tee, über den Tag verteilt. Die ausführliche Liste steht unter Stoffwechselkur Lebensmittel.
Was in dieser Phase pausiert, ist schnell aufgezählt: Alkohol, Süßigkeiten, Fertiggerichte, Softdrinks und alles stark Fetthaltige. Das ist keine moralische Frage, sondern eine der Prioritäten – in einer Phase mit begrenzter Menge soll das, was du isst, möglichst viel Eiweiß und möglichst viele Mikronährstoffe mitbringen.
Wenn du dich vegetarisch oder vegan ernährst, funktioniert die Diätphase ebenfalls. Die Eiweißquellen wechseln, der Aufbau bleibt. Konkrete Vorschläge stehen unter Stoffwechselkur vegetarisch und vegan.
Schritt 2: die Stabilisierungsphase
Rund 30 Tage, in denen die Menge schrittweise wieder angehoben wird und Kohlenhydrate und Fette kontrolliert zurückkommen. Dieser Abschnitt entscheidet darüber, ob das Ergebnis der Diätphase Bestand hat – er ist kein Anhang, sondern ein eigener Teil des Programms.
Der Fehler, der hier am häufigsten passiert, ist der Sprung: Am letzten Tag der Diätphase ist Schluss, am nächsten Tag isst man wieder wie vorher. Genau daraus entsteht der Effekt, den alle fürchten. Die Stabilisierung macht aus dem Sprung eine Rampe.
Praktisch heißt das: Die Menge steigt in Etappen, nicht auf einen Schlag. Kohlenhydrate kommen zuerst in ihrer sättigenden Form zurück – Vollkorn, Hülsenfrüchte, Kartoffeln – und eher in der ersten Tageshälfte als am späten Abend. Fette kommen als Öl, Nüsse und fetter Fisch dazu. Der Mahlzeitenersatz bleibt in dieser Zeit meist noch als eine Mahlzeit am Tag erhalten, weil er die Struktur hält, während sich der Rest verändert.
Die Ernährungsberatung ist im Stabilisierungspaket ebenso enthalten wie in der Kur selbst – und in diesem Abschnitt wird sie erfahrungsgemäß am meisten genutzt, weil hier die individuellen Fragen kommen. Der ganze Ablauf im Detail steht unter Stabilisierungsphase.
Schritt 3: Halten
Der Abschnitt ohne Enddatum. Es geht nicht mehr um Regeln, sondern um wenige Gewohnheiten, die dauerhaft tragen: einmal pro Woche wiegen, sich regelmäßig bewegen und die Eiweißzufuhr oben halten.
Die Waage ist hier kein Kontrollinstrument, sondern ein Frühwarnsystem. Einmal pro Woche, am selben Wochentag, morgens nach dem Aufstehen – und nicht der Einzelwert zählt, sondern die Richtung über vier Wochen. Wer ein Gewichtsfenster von zwei bis drei Kilogramm festlegt und beim oberen Rand gegensteuert, kommt gar nicht erst in die Lage, eine neue Kur zu brauchen.
Bewegung zählt in diesem Abschnitt doppelt: Sie verbraucht Energie und sie erhält Muskulatur. Dabei ist Alltagsbewegung verlässlicher als der gute Vorsatz, dreimal pro Woche ins Studio zu gehen – schlicht weil sie jeden Tag stattfindet.
Und die Eiweißzufuhr bleibt aus demselben Grund wichtig wie vorher. Eiweiß trägt laut zugelassener Angabe zur Erhaltung von Muskelmasse und zur Erhaltung normaler Knochen bei. Was das im Alltag heißt, steht unter Eiweiß beim Abnehmen.
Wo es in der Praxis am häufigsten hakt
Nach vielen begleiteten Kurgruppen wiederholen sich dieselben Stellen. Vier davon fallen besonders auf.
Aus der Beratungspraxis: Die Vorbereitungstage werden am häufigsten übersprungen – meist aus Ungeduld. Der Effekt zeigt sich nicht am ersten Tag, sondern am dritten, wenn der Kühlschrank leer ist und die Motivation an einer Bratwurstbude entscheidet.
- Zu wenig trinken. Der häufigste Grund für Kopfschmerzen und Müdigkeit in der ersten Woche ist schlicht, dass zu wenig Flüssigkeit ankommt.
- Die Waage täglich befragen. Tagesschwankungen von einem Kilogramm sind normal und sagen nichts über den Verlauf. Warum das so ist, steht unter Wenn die Waage stillsteht.
- Die Stabilisierung abkürzen. Der verlockendste und teuerste Fehler des ganzen Ablaufs.
- Zu wenig Eiweiß bei zu wenig Menge. Wer die Menge reduziert, ohne die Eiweißzufuhr zu halten, verliert mehr Muskelmasse als nötig. Weitere typische Stolperstellen stehen unter Die häufigsten Fehler.
Der komplette Ablauf in einem Paket.
Die Kur enthält alles für die gewählte Diätphase – Mahlzeitenersatz, Nährstoffpaket und den Kurguide mit Rezepten und Wochenplänen. Die persönliche Ernährungsberatung ist inklusive, und die Kur arbeitet hormonfrei. Welche Bedingungen für unsere Abnehmgarantie gelten, steht auf der Seite zur Abnehmgarantie.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der komplette Ablauf?
Zwei Vorbereitungstage, dann eine Diätphase über 30, 60 oder 90 Tage und anschließend rund 30 Tage Stabilisierungsphase. Das Halten danach hat kein Enddatum. Bei der kürzesten Variante bist du also nach gut zwei Monaten durch die strukturierten Abschnitte durch.
Sind Stoffwechseldiät und Stoffwechselkur dasselbe?
Bei uns ja. Wir haben unser Programm jahrelang „unsere Stoffwechseldiät" genannt und führen es heute meist unter dem Namen Stoffwechselkur. Gemeint ist dasselbe mehrphasige Programm mit denselben Phasen und derselben Dauer.
Gehören Hormone oder Globuli dazu?
Nein. Unsere Kur arbeitet hormonfrei. Weder Hormone noch homöopathische Globuli sind Bestandteil, Option oder Empfehlung des Programms. Es besteht aus einer eiweißbetonten Ernährung, einem Mahlzeitenersatz und einem Nährstoffpaket.
Kann ich die Vorbereitungstage weglassen?
Möglich ist es, sinnvoll ist es nicht. In diesen zwei Tagen erledigst du Einkauf, Vorbereitung und Ausgangswerte. Wer sie überspringt, startet ohne Vorräte und ohne Vergleichswerte – und beides fehlt spätestens in der ersten Woche.
Wie viel darf ich in der Diätphase essen?
Das wird individuell bestimmt und hängt von deiner Ausgangslage ab. Eine feste Kalorienzahl, die für alle gilt, gibt es bei uns nicht. Deine Beraterin geht das gemeinsam mit dir durch, und die Grundlagen dazu stehen in unserem Beitrag zu Grundumsatz und Gesamtumsatz.
Ist die Stabilisierungsphase im Kurpaket enthalten?
Sie ist über das separate Stabilisierungspaket erhältlich. Die Ernährungsberatung ist sowohl in der Kur als auch im Stabilisierungspaket inklusive.
Fazit
Der Ablauf ist überschaubarer, als er von außen wirkt: zwei Tage Vorbereitung, dann drei Schritte, von denen nur die ersten beiden ein Enddatum haben. Die Diätphase bringt die Veränderung, die Stabilisierung macht sie haltbar, und das Halten ist der Teil, der nicht mehr nach Programm aussieht.
Wenn du einen dieser Schritte auslassen möchtest, dann am ehesten keinen. Die Vorbereitung kostet zwei Tage, die Stabilisierung rund einen Monat – und beide zusammen entscheiden darüber, wie sich das Ergebnis in einem halben Jahr anfühlt.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Abschnitte zu Energie und Protein
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 über zugelassene gesundheitsbezogene Angaben – Einträge zu Protein, Muskelmasse und Knochen
- Verordnung (EU) 2016/1413 zu Lebensmitteln für eine Mahlzeit im Rahmen einer kalorienarmen Ernährung
- Interdisziplinäre S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Die genannten gesundheitsbezogenen Angaben sind in der Europäischen Union zugelassen und beziehen sich auf die Erhaltung normaler Körperfunktionen; sie sind keine Aussagen über die Behandlung oder Vorbeugung von Krankheiten. Eine kalorienreduzierte Ernährung sollte in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Diabetes, bei Erkrankungen von Nieren, Leber oder Schilddrüse, bei Essstörungen in der Vorgeschichte, bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sowie bei Kindern und Jugendlichen nur nach ärztlicher Rücksprache begonnen werden. Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise sind die Grundlage für Wohlbefinden und Gewichtsmanagement.




